Täglich

Gedankengedicht zum Thema Alltag

von  Whanky931

Täglich.


Sieben Komma fünf Stunden täglich.

Lauf und geh und steh ich.

Ich bin hier und eigentlich nicht.

Alles hat kein Ende nur mein Leben könnte zwei haben und ich entscheide mich fürs Einfache.


Angeblich.


Angeblich steh ich schon seit ewig vor der Wahl.

Ich traf eine vor Jahren.

Sie war unüberlegt und hält mich nur am Leben, weil sie systemisch ist.


Kläglich.


Kläglich dreh ich mich im Kreis.

Ich tanze jedoch kein Ballett, ich bin Eiskunstläufer auf rauem Makadam.

Mir fehlen die Kufen um einschneidende Erlebnisse zu Erzeugen.

Niemand verliert sich gern in Spurrillen der Resignation.


Bestätigt.


Bestätigt wurde mir, dass mein Weg sich verewigt. 

Nur zeichnete sich das nie ab.

Ein weiterer Tag, ein weiteres Jahr.

Ein Jahrzehnt sogar.

Weck mich in scheißegal welchem Monat.

Er soll enden.


Verewigt.


Verewigt mich im kleinsten Detail und dann haltet eine Predigt.

Vergesst mich.

Ich will nie gewesen sein, wofür ihr mich hieltet.

Die Erde auf dem Haupt wäre zu schade.

Traut dem Wort des Nebenmannes die Scharade zu.


Vergeblich.


Vergebliche Versuche zu entfliehen scheitern stetig.

Mich durch Stunden durchzuquälen dauert ewig.

Nach außen bin ich starr, doch alles dreht sich.

Ich bin bald schon, bald schon, ganz und gar erledigt.

Setze mich mit den Kollegen an den Stehtisch.

Und red' seit 'nem Jahrhundert doch erzähl nichts.


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