Choreografische Elemente in Gedichtzeilen 01

Skizze zum Thema Schreiben

von  DanceWith1Life

Gespräche mit einer gefangenen Katze

🐈‍⬛ 



Sein Blick ist vom vorübergeh‘n der Stäbe

so müd geworden dass er nichts mehr hält



Also im Ernst jetzt, das würde Bücher brauchen, das meiner Katze zu erklären, da komm ich mit Miau nicht weit. 

Und der Zwiespalt sitzt nicht nur eingewickelt in die eigenwillige Wortwahl, er hat sich auch noch versteckt, was ja jede Katze in so einer Situation tun würde.

Das eingesperrte Tier ist da noch das Offensichtlichste. Zwischen den Zeilen lebt ein Mensch mit sehr eigenwilligen Empfindungen.

Natürlich ist dem Leser die Müdigkeit des Blicks verständlich, er kennt sie nur zu gut.

Es sind nicht die Gitter

Es ist nicht die Illusion des Raums dazwischen

Es ist nicht der kreisende Gang der Wiederholung

Es ist nicht das Streifen der Schulter an der Wand.



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Kommentare zu diesem Text


 Juni (28.06.26, 16:27)
Grüße von Schrödingers Katze, einer ebenfalls im Kasten des Zwiespalts gefangenen Artgenossin 🐈

 DanceWith1Life meinte dazu am 28.06.26 um 17:49:
Danke Lg auch von mir, nur mal so zum auffächern, was ja bei der Hitze keine schlechte Idee wäre:

Google fächert das so auf

In Rainer Maria Rilkes berühmtem Gedicht symbolisiert der Panther in erster Linie Gefangenschaft, Entfremdung und den Verlust der eigenen Lebenskraft



Die wichtigsten symbolischen Bedeutungen im Detail:


  • Der Verlust von Freiheit und Kraft: Einst ein wildes, stolzes Raubtier, ist der Panther im Käfig auf wenige Schritte reduziert. Er symbolisiert die Tragödie, seiner natürlichen Bestimmung und Freiheit beraubt zu sein



  • Der innere Gefängnismensch: Der Panther steht metaphorisch für den modernen Menschen. Er repräsentiert all jene, die sich in äußeren Zwängen (wie im Beruf oder in gesellschaftlichen Rollen) gefangen fühlen, innerlich abstumpfen und den Kontakt zur eigenen Seele verlieren. 


  • Die Isolation: Durch die Gitterstäbe ist das Tier von der Welt abgeschnitten. Das Bild des „Vorhangs der Pupille“ verdeutlicht, wie der Panther die Außenwelt kaum noch wahrnimmt. Es ist ein Symbol für die totale innere Isolation und Resignation. 

Als sogenanntes Dinggedicht beschreibt Rilke das Tier äußerlich und objektivierend sehr genau, um den tiefen psychologischen Zustand des Eingesperrtseins universell greifbar zu machen.


Mir geht es so, dass trotz der detaillierten Aufgliederung etwas ungesagt bleibt, und deswegen dieser Versuch einer choreographischen Sichtweise.
Dein Kommentar sagt mir, dass das zumindest einem Menschen verständlich war.

Antwort geändert am 28.06.2026 um 17:52 Uhr

 Juni antwortete darauf am 28.06.26 um 17:57:
... das ist auf jeden Fall so, auch bei Rilkes Panther gibt es nicht nur Zwischräume zw. Den Gitterstäben, auch zw. den Zeilen. Du hast für dich etwas darin entdeckt.

Antwort geändert am 28.06.2026 um 17:59 Uhr

 DanceWith1Life schrieb daraufhin am 28.06.26 um 18:02:
Waren also in diesem Kontext sehr seltsame Platzhalter des Systems, habe versucht sie zu löschen, hat das geklappt( eventuell musst du es neu laden, da es ja schon eine Version dieser Seite im Cache gibt.
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