Missionare Cyril a Metoděj auf dem Gebiet von Großmähren im Jahr 863.
Historischer Hintergrund
Im Jahr 863 bat der großmährische Fürst Rostislav den byzantinischen Kaiser Michael III. um Missionare, die den slawischen Glauben in der verständlichen Landessprache predigen sollten. Die Brüder Konstantin (später Cyril) und Metoděj aus Thessaloniki brachten nicht nur das Christentum, sondern auch entscheidende kulturelle Errungenschaften in die Region: (Wikipedia u. ä.)
Hlaholice: Sie entwickelten das erste slawische Alphabet.
Staroslověnština: Sie setzten die altkirchenslawische Sprache als Liturgiesprache durch, was die kulturelle Identität der Slawen stärkte. [1, 2]
Warum der 5. Juli?
Obwohl die eigentliche Ankunft der Missionare nicht genau auf dieses Datum fällt, wurde der 5. Juli im Jahr 1863 von Papst Pius IX. zum offiziellen Festtag für die böhmischen Länder erklärt. Die Wahl dieses Datums war historisch und politisch pragmatisch, um die Bedeutung der slawischen Kultur zu betonen. Die Ankunft der Brüder gilt als der entscheidende Moment für den Einzug von Bildung und Schriftkultur in das Gebiet.
Abgang:
Meister Jan Hus aus Husince, unweit von Prag, u.a. Rektor der Prager Universität, geistlicher Reformator, Vorkämpfer der Volksrevolution gegen adelige Vorherrschaft,
gefangen im westlichen Turm des Palais Gottlieben bis zu seinem Tod durch verbrennen,
heute 611 Tage minus ein Sonnenaufgang, der heute – wie wohl auch damals – brennt mit
der Kraft, die wir selten erleben, gefolgt seinem Namen Hus, was im Deutschen der “Gans”
entspricht, bis auf Knochen gebraten wurde, die dann zerstückelt in den grossen Fluss Rhein, das durch die schöne Stadt Konstanz, wo die Hinrichtung stattfand, Hunderten Jahre majestätisch fliesst, hingeworfen wurden, damit kein bisschen Staub von dem Meister bleibt. Staubkörnchen nicht, aber…
Seine letzten Worte, bevor er beim Gesang der alten Psalmen gestorben war, sollen gewesen sein: “Heute bratet ihr eine Gans, aber es werden noch unzählige herfliegen”,
oder so ähnlich, was sie durch den fünfzehn oder länger dauernden Krieg der – modernen Sprachgebrauch – tschechischen Terroristen gegen die Obristen bewahrheitet hatte.
Unzählige Menschenleben, verbrannten Schlösser, ausgeraubte Kloster, in den Aschen gelegte Bauhöfer, gestohlene Besitzer und eine neue Religion sind entstanden, die kleine
Religionsgemeinschaft besteht sogar noch heute, sie sind Zeugen des religionsbedingten Unsinns und Verschwendung geworden…