frostigdumm

Sonett zum Thema Heimat

von  rochusthal

ein reiches land so liegt es da im wind

und dennoch ist es heute kaum zu finden

wie einst das eis so wird es bald verschwinden

es reisst sich von der hand los wie ein kind

 

es ist geweiht: ganz mählich untergang

die sehenden verwandeln sich zu blinden

ist da kein weg das tal zu überwinden

sind wir befreit: von zwang und überschwang

 

der untergang erheitert uns durch schelte

das all hört unser frostigdummes kichern

-wir könnten wenn wir wollten uns versichern

 

mit blindem kapitän durchs labyrinth

so lange auf dem stroh noch körner sind -

der preis für diese fruchtbarkeit ist kälte



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Kommentare zu diesem Text


 Moppel (25.07.26, 17:47)
ein Thema, das ein gutes Sonett verdient hat... lG von M.
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