Die Geschichte der Schuhe

Gedicht zum Thema Hoffnung/Hoffnungslosigkeit

von  AnneSeltmann



Wir kamen vom Meer,
wo das Wasser bis an unsere Sohlen reichte
und der Wind unsere Bänder trug.

 

Wir überquerten einen Wald,
in dem die Blumen auch nachts blühten,
und einen goldenen Fluss,
der keine Ufer kannte.

 

Wir tanzten auf fremden Wegen,
überquerten Berge aus Glas
und schwiegen, als hinter uns
eine ganze Welt verschwand.

 

Viele Schritte haben wir getragen.
Manche voller Freude,
manche voller Abschied.

 

Jetzt stehen wir hier,
verziert mit den Spuren unserer Reise,
schwer von Erinnerungen
und leicht von der Sehnsucht
nach dem nächsten Weg.

 

Denn Schuhe wie wir
sind nicht gemacht zum Bleiben.
Wir sehnen uns nach Füßen,
die wieder an ein Wunder glauben.



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Kommentare zu diesem Text


 franky (13.08.26, 08:43)
Hi liebe Anne, 

"Jetzt stehen wir hier,
verziert mit den Spuren unserer Reise,
schwer von Erinnerungen
und leicht von der Sehnsucht
nach dem nächsten Weg." 


Der nächste Weg führt uns weiter ans Ziel. 

Liebe Grüße von Franky 
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