Die Wunderheilung

Gedicht

von  Janna


An einem schönen, warmen Frühlingstag
bricht Nekla auf und schleppt sich zur Kapelle,
die damals noch in einem Wäldchen lag.
Der Nekla kommt nur langsam von der Stelle,
er ist geplagt von seinem krummen Rücken
und braucht zum Vorwärtskommen starke Krücken.


Ein Baumstumpf dient ihm dort als Ruhebank
und der Geplagte kommt nun ins Sinnieren;
er wünscht von Herzen, er sei nicht mehr krank,
und könne wieder Rock und Tuch kreieren
und für die Damenwelt auch schöne Kleider,
denn von Beruf ist unser Nekla Schneider.

Die Sonne tut dem steifen Körper gut,
und ihn durchströmt ganz plötzlich frischer Mut;
er spürt ein angenehmes, leichtes Ziehen
die Ängste und die Gliederschmerzen fliehen.
Die Leute staunen, als sie Nekla sehen:
Spontane Heilung: Er kann wieder gehen!




Anmerkung von Janna:




In meiner Stadt findet in jedem Jahr die traditionelle Josefs-Wallfahrt statt. Der Auslöser war ein Ereignis im Jahr 1843, das  am 19. März stattfand und betrifft die wunderbare Heilung des Nikolaus Groß, genannt "der krumme Nekla". Aus dieser Überlieferung entstatt das Gedicht.
Grafik KI mit der Original-Kapelle.

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Kommentare zu diesem Text


 niemand (22.08.26, 12:22)
Wie Du in der Anmerkung schreibst, liebe Janna, beruht Dein Gedicht auf einer
"Tatsache". Da ich an keine Wunder glaube [muss ja nicht richtig sein]    
denke ich, dass dieses "Wunder" wohl eher aufgrund einer psychischen Entklemmung geschah, sprich, irgendwas hat sich im Manne gelöst, aus welchem Grunde auch immer, sei es die Sonne, die Schönheit der Landschaft,
oder vielleicht sogar noch ein später Hormonschub und dieses hat sich wohl positiv aus dessen Gebrechen ausgewirkt. Wie ich es auf dem Bild sehen kann,
ist der Gute wohl von Rheuma, oder Arthritis geplagt gewesen. Beide Krankheiten haben zwar körperliche Ursachen, können aber von der Psyche entweder negativ, oder wie in diesem Beispiel des Schneiders positiv beeinflußt werden, manchmal sogar bis hin zu einer "Heilung" [wie lange diese dann auch dauern möchte] Ich kann es aus eigener Erfahrung sagen, denn als Allergiker
bin ich auch von dem tägliche psychischen Zustand abhängig und somit mehr oder weniger belastet. An guten Tagen, geht es mir wesentlich besser, als an Tage in welchen ich vom Grübeln befallen bin, von Zweifeln und anderem seelischen Kram. Ich bin sogar fest davon überzeugt, dass die menschliche Psyche viel mehr Einfluß auf ihn hat, als es uns die "normalen" Ärzte weismachen wollen. Die haben es nicht so mit der Psyche/Seele, denn damit kann man als praktischer Arzt nicht so viel verdienen, wie mit chronischen
"scheinbar normalen"Wehwehchen. In diesem Sinne, sende ich Dir liebe Grüße in Deinen Tag hinein. P.S. noch eine kleine Nebenbemerkung: Mein Mann leidet an einer Rückgratverkrümmung mit Schmerzen, welche allerdings bei seelischer Belastung fix zu einem starken Hexenschuss mutieren. Das nur nebenbei  ;)   Irene

 Janna meinte dazu am 22.08.26 um 13:44:
Hallo liebe Irene, was die Ursache für die spontane Heilung war, ist mir nicht bekannt und wahrscheinlich auch sonst keinem. Zu der Geschichte gehört auch, dass Nikla seine Frau nach 17 Jahren verlor, mit der er einige Kinder hatte und dann aber (schon nach einem halben Jahr) wieder geheiratet und erneut ein Kind bekommen hat. Das war ja sicher ein psychischer Aufschwung und hat vll. die spontane Heilung eingeleitet. Ich bin selbst rückenkrank seit der Geburt meines 2. Kindes. Mittlerweile ist das eine ausgewachsene Skoliose und seit ich ohne Hund bin, geht es meinem Rücken so schlecht wie nie zuvor. Bis zu dem Tag, als Leeloo starb, hab ich noch einigermaßen funktioniert und danach kontinuierlich abgebaut. Du siehst, ich kenne die Wirkung der Psyche auf den Körper ziemlich gut. Seit ich keinen Hund mehr habe, bin ich auf den Hund gekommen. ;)
Lieben Dank für den Kommentar und die Empfehlung und Grüße von Janna

Antwort geändert am 22.08.2026 um 13:45 Uhr

 Juli (22.08.26, 13:17)
Soll ich die Legende anzweifeln? Nö, eine Legende ist eine Legende ist eine Legende ;)
schön wenn sie nicht in Vergessenheit gerät.
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