Gefesselt und geknebelt

Gedicht zum Thema Schreiben

von  plotzn

Ich fühle mich so eingeengt,

gewaltsam ins Korsett gezwängt,

das mir die Luft zum Atmen nimmt

und meine Daseinsform bestimmt.

 

So steif und starr bin ich verpfuscht,

mein Reiz wird künstlich hochgepuscht

und äußerst plump zur Schau gestellt.

Wofür, um alles in der Welt?

 

Wer lesend auf mich blickt, erschrickt –

die Freiheit ist im Reim erstickt.



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Kommentare zu diesem Text


 Reliwette (27.08.26, 16:31)
Lieber Stefan,
    du bist  ein Dichter-Souverän
    und fertigst deine Silben schön!
    lass nicht beirren dich, bleib frei
    und mir gewogen, bleib dabei!
 frdl. Gruß! Hartmut

 EkkehartMittelberg (27.08.26, 16:56)
Lieber Stefan,


Die Selbstkritik hat viel für sich
Die Selbstkritik hat viel für sich.
Gesetzt den Fall, ich tadle mich,
So hab‘ ich erstens den Gewinn,
Daß ich so hübsch bescheiden bin;
Zum zweiten denken sich die Leut,
Der Mann ist lauter Redlichkeit;
Auch schnapp‘ ich drittens diesen Bissen
Vorweg den andern Kritiküssen;
Und viertens hoff‘ ich außerdem
Auf Widerspruch, der mir genehm.
So kommt es denn zuletzt heraus,
Daß ich ein ganz famoses Haus.
Liebe Grüße
Ekki
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