Herbstföhn.

Gedicht zum Thema Betrachtung

von  franky

 

Wenn Herbstföhn

mit seinem grobgezahnten Kamm,

durch Busch

und Wälder fegt.

Sein lauer Atem

das Leben trügerisch

in sein Himmelbett

verführen will.

 

Dem Geist verschwimmt

die Klarheit;

Dem Urteil fehlt

die Wahrheit.

 

Septembergold wird abgesahnt,

aus Bäumen bunten Kronen,

von kalten Nächten abgemahnt

noch länger hier  zu wohnen.

 

Feldkirch, den 29.10.04 6:18



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Kommentare zu diesem Text


 Saira (01.09.26, 20:47)
Hi, lieber Franky,

dein Herbstföhn scheint mir ein Verführer zu sein: Er bringt noch einmal Wärme und gaukelt dem Leben Bleiben vor, während die kalten Nächte längst vom Abschied sprechen.

Wie schön ist dieses Spannungsfeld zwischen dem milden Atem des Föhns und dem Wissen um das Unausweichliche. Der Herbst darf sich noch einmal golden geben, aber seine Schönheit trägt das Vergehen bereits in sich.

Sehr schön eingefangen!

Liebe Grüße
Sigi

 franky meinte dazu am 02.09.26 um 11:01:
Hi liebe Sigi 

Danke für Deinen brillanten Kommentar. 
Wünsche Dir einen Schönen Mittwoch:-)

 AchterZwerg (02.09.26, 07:43)
Tja,
und dann meldet der Winter wieder Eigenbedarf an!  :ermm:

 franky antwortete darauf am 02.09.26 um 11:09:
Hi liebe Heidrun 

Der Winter hat in den letzten Jahren nicht so viel Eigenbedarf gezeigt, da hat der Herbst auch ganz schön mitgemischt! 

Liebe Grüße von Franky

 harzgebirgler (02.09.26, 11:40)
hi lieber franky,

'wer jetzt kein haus hat, baut sich keines mehr'
denn bald schon kommt der winter hinterher.

grüße von henning
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