DAS GLAS IST VOLL

Gedicht

von  Drita

Wir waren schön,
wie die Jugend.

Etwas Demütiges
war in unserer Schönheit,
wie die Freiheit,
wie ein schönes Lied,
das man vergisst,
zu singen.

Nun sagen uns die grauen Haare,
dass wir mit all unseren Tränen
das Leben verschönert haben,
mit all unserem Lächeln
haben wir es erzählt.

Ich schließe die Bücher,
die Zeitungen,
und entzünde das Feuer.

Die Blätter fallen
in ihr eigenes Purpur.

Das Glas ist voll.

Ist das vielleicht
die Jugend, die uns geblieben ist?



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