I –
Ich lese einen Roman,
eine Sommerliebe, die nicht hält.
Drei Frauen
nahe meinem Zelt,
drei Geschichten im Staub des Tages.
Die Jungen sind verschwunden
wie Wörter aus einem Satz,
den niemand zu Ende spricht.
II –
Ein Stück weiter:
vier Tote im Gras.
Schreie,
die nicht aufhören,
auch wenn niemand mehr da ist, der sie ruft.
Die Mutter
weint bis zum Morgen,
bis selbst die Zeit müde wird.
III –
Und ich wundere mich,
wie die Sonne wieder aufgeht,
als wäre nichts geschehen.
Als hätte der Tag
keine Erinnerung.
IV –
Ich weiß nicht,
ob ich mich selbst verlieren soll
oder ans Meer gehen.
Der Strand wartet,
gleichgültig, hell,
als wäre Verlust nur eine andere Form von Licht.