heute Nacht #3 (uii, wie kitschig...)

Gedicht

von  S4SCH4

Die Nacht hat Zähne

und sie mahlt

mich langsam in ihrem Maul.

 

Das Licht der Bar,

die immer noch aufhat,

ist mir Trost.

 

Wie ein Freund,

den ich nie hatte,

scheint ihr Licht aufs Wappen.

 

„Vereinen wir uns hier!“,

scheint es mir zu sagen,

„so beginnt die Blutsbruderschaft.“

 

Mit der Mary,

die bald geziert, gepfeffert

und in blutigem Kostüm

 

vor mir, von mir

gerührt und ganz,

ganz lächelnd nur verzehrt wird.

 

„Vampir der Nacht!“ –

so nennt man mich.

 

Vampir der Nacht

hat uns gedacht …

 

So höre ich bald,

als das Licht sich nun dimmt

und immer mehr den Atem nimmt:

 

Hälse um Hälse,

Zungenschlag,

Münder liegen aneinander.

 

Sie beißen in die Lippen sich

und saugen dort ganz fest.

 

Sie reißen fort das Obershirt

und feiern sich ein Fest.

 

Und meine Augen sehen

nur noch den Absinth:

Zucker, Feuer, Flieh‘!

 

Die Hände zittern,

und milchig wittern

Elemente sie.

 

Die Jungfrau steht

wie die Statue

inmitten dieser Welt.

 

Mein Blick, ganz klar,

trifft ihren Gedanken,

der rein ist wie sie selbst.

 

Doch der Tag,

er kündigt sich

nun an und bricht mit Licht

 

in den Verschlag

der Fensterfront

und nimmt sich Düsternis.

 

Schwach liegen nun

die Leiber dort,

niemand, der mehr steht.

 

Ich trinke aus

und geh‘ meinem Weg

nun fort in einen Morgen,

 

als draußen sie,

die Jungfrau, mich

tut für den Tag sich borgen …

 

Ein Leben für die Nacht.



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