Heute Nacht werde ich von dir träumen,
mit wachen Augen,
eigentlich werde ich nicht schlafen –
ja, ich werde ganz und gar wach sein.
Und du wirst da sein
als ein Traum …
Was ich also wirklich tue,
wissen wir nicht.
Und doch: glaube mir!
Auch wenn du mich nicht erkennst
zwischen dem, der ich war, und dem,
zu dem ich werde,
mitten in deinem Traum.
Siehst du mich, Mica?
Kannst du … mich ein wenig sehen?
Nein! … und dir fällt
dabei eine Flasche aus der Hand,
du hast Angst, sie zu öffnen.
Es spritzte dir entgegen,
und so bleibt sie unreif
und untauglich stehen.
Wartend, bis
sich ihr Inneres beruhigt hat,
bis es wieder gefügig wäre –
und ruhend,
kontrollierbar,
tot?
Ich wünschte mir sehr,
du würdest sie öffnen und damit feiern:
Ein Jetzt.
Das Jetzt.
Das Leben.
Doch wir warten erneut,
bis ich von hereinkommenden Typen
weggehangen werde
und, von den Frauen
gestohlen, aus meiner Haut fahre.
Bis die Musik aus dem Takt gerät
und mein Drink sich verraten hat
im Anvertrauen,
was es war,
und was sein wird
wie er nun selbst fort ist.
Übrig blieb mir tags darauf die Ahnung
von dem, was Mica tat,
zu tun bereit war
und niemals täte.
Zusammengesetzt ergab sich mir ein Bild,
das, aus Steinen zueinander gestellt,
einer Ritualstätte glich.
Monolithen aus ihr
zogen Blitze aus mir,
und Donner raste
mit meinem Herzschlag,
als der Regen die Lippen netzte.
Nacht und Nebel,
schwarzer Himmel,
blitzdurchbrochen,
dem Donner untertan.
Ich rief sie an
und hatte nicht mehr
als diese Stätte vergangener Nächte,
die mir langsam verblasste,
denn jeder Blitzschlag forderte alles zurück
in einen schwarzen Himmel.