grüner anorak

Kurzgedicht

von  Redux

alles verbraucht sich und wird zu Abfall, das schwarzblutige Heftpflaster
auf  der Fingerkuppe, der Song aus Australien, der nichts Neues brachte
denn I wanna love you all day, der gelbe Mauerverputz im Nieselregen
mit der notdürftig übertünchten Graffitti: Sid was here,
die zerquetschte Taube auf der Einfahrt zum Parkplatz, der Mülleimer,
den niemand leert, die Haut, die uns rauh und furchig wird, der Besen,
der die roten Kunststoffborsten verliert, vor allem mittig, die Werbeinfo
vom Wanderverein mit den Wäldern von 1988, hellgelb bis hellblau
verbleicht von der Sonne vieler sommer, meine Erinnerung,
die sich festhält an Sequenzen,die wie Steine durch einen Bach sich reihen,
der ins Nirgendwo verschwindet,
das Bild von einem Bild von dem Bild in meinem Kopf von dir,
es könnte vom Wanderverein 1988 sein, so blass
nach den Jahren des Verschwindens, in der Ferne ich selbst, derText,
mein grüner Anorak, meineLesebrille, säuberlich zusammengefaltet
für den letzten Moment



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