Mit harter Hand schlug er mir ins Gesicht Ich taumelte, verlor mein Gleichgewicht Schon tanzten schwarze Punkte vor den Augen mein Schädel strudelte, dazu kam Ohrensausen
Flugs schoss das Blut aus meinem Kopf dann riss er fest am meinem blonden Zopf "Na warte nur, ich werd' dir Beine machen beim Abendbrot gibt's nichts zu lachen"
Heiß rann der salzig-fahle Saft in meinem Schlund herab ließ sich durch keinen kalten Lappen stillen. Kam jetzt das Grab? Ich spürte einen ekligen, weil blutmetallischen Geschmack Fast eine gute Stunde wartete ich, bis Gerinnung eintrat
"Was fällt dir ein, den Teppich zu beschmutzen? Die arme Mutter muss jetzt wieder putzen Behalt' das Blut gefälligst drin in deinem Leib Du quälst uns einfach nur zum Zeitvertreib
Ich will nur eins, ich will, dass ihr pariert!" Dabei hat er mein linkes Auge demoliert "Ich werd' dir helfen!" schrie er und schlug zu Kein Arzt half mir, kein Mensch hörte mir zu
So ging es immer weiter, immer gleich, tagaus, tagein Und wenn es nicht so ging, war man zum Glück allein "Blutsauger seid ihr" und "Ich schlag wie auf kalt Eisen" Oft wünschte ich mir dann, wir wären Waisen
So sprach ein dummer, starrer, böser alter Mann niemals wird er begreifen, was er mir hat angetan Jetzt "lebt" er in der Hölle, Mitleid spür' ich nicht Sein Selbstmitleid reicht ihm. Sein Motto ist Verzicht
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