Ach ist die Welt nicht ernst genug

Parodie zum Thema Wahrheit

von  GastIltis

Die Wirklichkeit schuf einst den Hilfskatecheten

zum Scheißen und Düngen, zum Singen und Beten.

Um mit ihm die Leute in Abschiedsmomenten

zu segnen, zu feiern und mit Sakramenten

gen Himmel, ins Jenseits, zur Hölle zu leiten.

Solch Ausnahmefall hat meist traurige Seiten,

man fühlt sich verzagt und bestürzt und betroffen,

und außerdem ist oft das Fell nicht versoffen.

Zudem geht’s meist auch um das mögliche Erben,

man hofft und man bangt, manchmal mehr als ums Leben,

obwohl das doch wichtiger ist als das Sterben.

Behelfsmäßig heißt es: Lasst uns einen heben,

sonst stürzen wir alle in unser Verderben.

Und bleiben dort generationsweise kleben.






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Kommentare zu diesem Text


 EkkehartMittelberg (02.11.26, 16:33)
Hallo Gil.

mit deiner Parodie erscheint der Ernst der Welt in einem milderen Licht.

LG
Ekki

 GastIltis meinte dazu am 02.11.26 um 17:19:
Danke Ekki, 
du weißt ja selbst mit am besten, unsere Chancen, irgendwo neu anzufangen, vielleicht unter einem Palmenzweig oder so, sind nicht mehr so rosig. Und wenn, werden bestimmt ein paar Protagonisten, die uns jetzt schon abhanden gekommen sind, mehr fehlen, als wir es uns je ausmalen können. Aber sei es drum, noch ist die Welt nicht zu Ende. Fast ein halbes Jahr bleibt uns noch.
Auf geht's.
Herzlich grüßt dich Gil.
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