Sprachbild versus Bildsprache

Text zum Thema Inspiration

von  Vaga

Um ein abstraktes Gefühl oder einen flüchtigen Moment im Text verständlich zu machen, sind Metaphern m. E. recht gute Stilmittel zum Zweck. Begriffe und Worte wirken manchmal in sich starr bzw. lassen auf den ersten Blick nur eine Deutung zu. Eine geschriebene Metapher kann den Blick erweitern und uns noch mehr Raum zur freien Interpretation ermöglichen.


Um dem betrachtenden Auge die Möglichkeit der freien Interpretation auch in der fotografischen Bildsprache zu gestatten, wende ich manchmal die sogenannte Kamera-Wischtechnik (ICM) an. Sie wirkt einer starren Abbildung entgegen, indem sie feste Konturen auflöst, verschwimmen lässt und Details verschiebt.


Faszinierend für mich ist, dass die Bildsprache (und hier explizit die der Fotografie) eine universelle Sprache ist. Sie kann von jedem Menschen verstanden werden, egal welche Landessprache er spricht - etwas, das unsere schriftlichen Sprachbilder nicht vermögen, unabhängig davon, welcher Stilmittel wir uns bedienen.


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ICM-Fotografie ©mb=Vaga


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