manchmal kriecht sie unter die haut wie regen unter jackenärmel
sie spricht in rissen in porzellan und stundenplänen
nichts ist pünktlich nur das verlaufen der grenzen zwischen vorher und nachher
du sagst: das war doch eben noch und ich frage: was ist jetzt wenn alles schon war
zeit ist ein flimmern zwischen zwei augenblicken die einander nicht erkennen
sie faltet uns nicht wie wäsche sondern wie papierboote die nie dasselbe ufer erreichen
wir leben darin wie in zu groß gewordenen schuhen
und manchmal bleibt sie stehen und schaut uns beim gehen zu