Wenn auf Reisen

Skizze zum Thema Allzu Menschliches

von  DanceWith1Life

Kälte, sofern sie nicht von Innen kommt
lässt mich die Fenster schliessen
Vorhang zu, das nimmt auch noch die Sicht
im Bus war es dann auch nicht anders
nach Stunden der Vergeblichkeit
im Schütteln der seit Ewigkeiten
müden Knochen, der Flug, und auch der Blick
auf den Atlantik, viel zu lang
war dann erst der Greyhound noch gefunden
samt Sitzplatz, so kurz vorm Ziel
ummantelt mich der Schlaf
ich weiß nicht mehr
wer oder was mich weckte
ich war am Ziel der Reise
so wirklich wach
noch lange nicht.

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text

Sin (56)
(20.05.21)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 AchterZwerg (20.05.21)
Du schilderst die Crux des Reisens.
Viele sehnen sich nach dem Anderswo, um schließlich festzustellen, dass sich dieser Ort kaum von dem unterscheidet, was sie eh schon kennen.
Oder sie verschlafen ihre Ankunft und bestellen sich zum Trost Schnitzel mit Pommes.

Das Ziel bleibt immer gleich weit weg.

 DanceWith1Life meinte dazu am 20.05.21:
das "Nichts" frisst Fantasien, nicht wahr?

 indikatrix (20.05.21)
Dieser Text gefällt mir sehr, ich finde eine große Traurigkeit darin und ein starkes Weiter - und Erleben. Aber, - wie auch immer,-
LG
Indikatrix

 DanceWith1Life antwortete darauf am 20.05.21:
echt, sogar das hört man, ich hatte den ersten blödesten Liebeskummer meines Lebens.

nein, mein ich so, ich hatte drei oder vier "blödeste", drei "echte Herzzerreisser", und etliche "not really funny" Marke "keine Ahnung".

i really really don`t know love at all, Joni Mitchell

der passndste freudsche Verschreiber der KV.Filmgeschichte wurde soeben klammheimlich korrigiert, huch war das gut.

Antwort geändert am 20.05.2021 um 13:10 Uhr
Marie (63)
(20.05.21)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.

 harzgebirgler (20.05.21)
doch es gibt sich mit der zeit
hoffentlich die müdigkeit.

 wa Bash (20.05.21)
da liest man die Müdigkeit in den Knochen heraus. liest sich spannend, gutes Roadmovie mit einem Hauch Melancholie oder ähnlich, da fehlt nur noch der gelbe Farbfilter auf der Linse und paar Filmstreifen mit passender Körnung...
Zur Zeit online:
keinVerlag.de auf Facebook keinVerlag.de auf Twitter keinVerlag.de auf Instagram