Melancholie

Sage zum Thema Verlorenheit

von  Saira

Ihre Kindheit war in grau getaucht,
sie war ungewollt und ungeliebt,
ihr Seelenblut tropfte
in das Meer „Melancholie“.

Als ihr Leid zu groß wurde,
ertränkte sie sich im Ozean und
lag seither eingebettet in einem Korallenriff,
zwischen Millionen von Fischen.

Des Nachts erklang ihre zarte Stimme
aus dem Totenreich,
sie sang von Weh und Leid,
von Sehnsucht und Trauer.

Ihre Stimme war unwirklich schön,
erfüllte Raum und Zeit
und erreichte Proteus,
der sich im Meer befand.

Der Meergreis schwamm
den berührenden Klängen nach
und fand das Mädchen,
das zwischen den Korallen lag.

Er taufte sie auf des Meeres Namen
„Melancholie“.
Seither wird ihr Lied,
im Schoß des Windes,
über den Ozean getragen.


©by Sigrun Al-Badri/ 08.11.2021

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Kommentare zu diesem Text


 AlmaMarieSchneider (08.11.21)
Irgendwie märchenhaft, träumerisch.
LG
Alma Marie

 Saira meinte dazu am 09.11.21:
Hallo Alma Marie,

ich freue mich, dass mein Gedicht dieses Gefühl bei dir auslöst.

LG
Saira

 AchterZwerg (09.11.21)
Zum Thema weiß ich genau das richtige Buch zu empfehlen:

Lob der Melancholie
Rätselhafte Botschaften
Von László F. Földényi · 2020

Sehr lesenswert!

Liebe Grüße
der8.

 Saira antwortete darauf am 11.11.21:
Guten Morgen Heidrun:-),

ich danke dir für deinen Tipp!

Liebe Grüße
Sigrun
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