Morgenblatt am 29.10.2022

Innerer Monolog zum Thema Morgenstimmung

von  franky

Schiebe einen Karren voller Erkenntnisse vor mir her,

er wird bald zum unbequemen Ballast.

Anderen ständig mit dem Finger zeigen, wie es richtig gemacht werden soll,

wem interessiert das schon! 

Frisch drauf los, bis die Köpfe rauchen!

Das Leben ist voll von Ecken und Kannten, 

nur so lernt man die wichtigen Dinge des Alltags.

 

Die Vernunft ist ein störrisches Kraut,

mit der ist nicht gut Hühnchenrupfen.

 

Was wir alles verballern, wo wir erst hintendrein draufkommen,

dass es doch ein Flop gewesen war.

 

Am Abend im Badezimmer habe ich immer die besten Einfälle,

ich denke ich verlege mein Büro in die Duschkabine.

Bereits Verschwundenes ist spurlos dem Abfluss enteilt,

erst die Morgenzeitung bringt es wieder zu Tage.

 

Unverbesserlich dreht sich die Stunde,

ohne rück zu blicken stiert sie gerade aus.

Wer sie einzuschüchtern versucht, zieht Peinhart den Kürzeren.

 

Bei den großmaulig angedrohten Sanktionen,

wurden Nebenwirkungen auf die leichte Schulter genommen. 

Stiche ins eigene Fleisch werden in Kauf genommen.

 

Abgeschürfte Liebeserklärungen fliegen durch den Raum,

lass uns Eins sein in Schwingung der Zeit.

Es geht ein heller Aufschrei durch die Köpfe,

Macht der Mächtigen scheint stark zu wanken,

werden von Vibrationen der eigenen Entscheidungen gestört.

Der geliebte Wohlstand läuft mit weichen Knien einher,

Rezession hastet den Fluchtweg nach oben,

es ist noch kein Rastplatz in Sicht.

Worüber man früher entsetzt war, ist das heute Normalität.

 

Das ist Absicht, wenn ich Satzgegenstand zu Satz Aussage etwas verschiebe,

so entstehen oft ganz interessante, spannende Bilder.

 

Erst am Ende  wird entschieden, ob du der letzte Gast bist,

oder der erste Mensch, der um Hilfe bittet.

Morgen ist der Tag um eine Stunde länger,

da entscheidet sich, ob der Tod sich nicht verrechnet hat.

 

Redaktionsschluss um 10:19 Winterzeit.



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Kommentare zu diesem Text


 uwesch (29.10.22, 13:04)
Na franky, da schneidest Du ja eine Menge Dinge aus dem täglichen Leben an. die es irgendwie zu ertragen, zu erleben und zu bewältigen gilt.  LG Uwe

 Agnete (29.10.22, 15:50)
wow. Volle Ladung. Gut geschrieben, lieber Franky. Noch kein Rastplatz in Sicht. So ist es wohl. LG von Agnete

 Taina (29.10.22, 17:52)
ich denke ich verlege mein Büro in die Duschkabine.

Bereits Verschwundenes ist spurlos dem Abfluss enteilt
Das ist mal eine praktische Idee 🌞🙃

 AchterZwerg (30.10.22, 07:33)
Unverbesserlich dreht sich die Stunde,
? Gerade "überraschte" man mich wieder mit der allseits beliebten Zeitumstellung ... 8-)
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