Kreuzgang

Gedicht zum Thema Nachdenkliches

von  Tula

stets mit einem Ziel vor Augen
wandle ich unter dem
für mich bestimmten Himmel
sich öffnend, Schritt für Schritt, in
frisch gewölbten Versprechungen

ich gebe dir meine, für dich
nicht mehr als Litaneien
in einem auferlegten Ritual
ob du wohl ahnst wie sehr
ich deiner Liebe glauben will?

immer wieder aufs Neue
weist du die Richtung
ich folge dir unbekümmert
von bösen Blicken und Zungen
der Gargoyles

umkreise dich
als Quelle meines Lebens
blühst du im Licht
und lässt mich

im Dunkeln



Anmerkung von Tula:

als neuer Beitrag im lyrischen Reisetagebuch  hier

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Kommentare zu diesem Text


 Létranger (06.11.22, 10:02)
Interessant.

 Quoth meinte dazu am 06.11.22 um 10:18:
Versuch, eine Art zweifelnder Frömmigkeit zu umschreiben, eine Synthese aus Theismus und seinem Gegenteil.
Die Gargoylen musste ich googeln. Die amerikanische Zeichentrickserie "Gargoyles - auf den Schwingen der Gerechtigkeit" war mir unbekannt. Aber auch bei ihr scheint es um eine Art von Halbreligiosität zu gehen. Létranger hat recht. Gruß Quoth

 Tula antwortete darauf am 06.11.22 um 18:40:
Hallo Lé und Quoth
Es geht wohl nur schwer ohne Zweifel im Leben, selbst im Glauben und der Liebe sowieso. Ansonsten wollte ich das Gedicht so deutungsoffen wie möglich gestalten, Kreuzgänge gibt es sicher einige. 

Dankend lieben Gruß
Tula

 wa Bash (06.11.22, 20:16)
*lach, "Gargoyles" habe ich doch erst vor paar Wochen gesehen, ich glaube aus den 90ern ist der Film. da erwachen halt die Figuren der Kirchen in Paris und gehen auf Jagd :D . die Effekte sind halt lustig, aber die Dialoge unschlagbar, was man bei zeitgenössischen Filmen oftmals vermisst...

Kommentar geändert am 06.11.2022 um 20:18 Uhr

 Tula schrieb daraufhin am 06.11.22 um 22:19:
Hallo wa Bash
Ja, wenn die Viecher erstmal erwachen, wird's böse. Aber auch im wahren Leben gibt es einige Zeitgenossen, die nicht nur harmloses Wasser speien. Am besten man bleibt bei denen von vornherein außer Reichweite.

LG
Tula

 Tula äußerte darauf am 06.11.22 um 23:34:
Hallo nochmal
Für dich und die Mitlesenden, in der Tat, es muss Gargoyles heißen, nicht Gargoylen, die Eindeutschung war so nicht ganz richtig. Hab's gerade korrigiert.

LG
Tula

 Agnete (06.11.22, 21:02)
irgendwie sehe ich da ein Kloster mit diesen langen, kalten Wandelgängen. Den Unentrinnbaren. Stark beschrieben, Tula, die einen zurückklässt, der sich erst einmal befreien muss... LG von Agnete

 Tula ergänzte dazu am 06.11.22 um 22:27:
Hallo Agnete
Mich beeindrucken die Kreuzgänge und Klostergärten immer wieder, mehr als der Prunk im Innern der Kirche. Wenigstens dort, als Besucher, kann man in der Regel auch frei, d.h. auf den vorgegebenen Wegen, im Innenhof wandeln. In den Kreuzgängen des Lebens klappt das leider nicht so oft. Seufz ... 

Dankend lieben Gruß
Tula

 harzgebirgler (07.11.22, 11:59)
sein dämon ist des menschen eigenart
die ihn auch oft vor fallstricken bewahrt.

lg
harzgebirgler
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