Mondenkind

Text zum Thema Abendstimmung

von  KriegerinDerTräume

Die Dämmerung gebar Sonnenuntergänge.

Ein Wollkenritt der Sonne, die in den Abgrund steig.

Mondgeflochten, dein Haar, schimmert in der Nacht.

Eisbedeckt sind deine Lippen.

Raureif verhüllt dein Gesicht.

Gläsern, wie ein Kristall.

Das Mondlicht spiegelt sich darauf.

Deine Hände blass wie Alabaster,

umschlingen dein Körper aus Elfenbein.

Du kauerst still unter dem Sternenzelt.

Fallende Sterne zählend, die in deinen Augen reflektieren.

Der Wind spielt mit deinem schwarzen Haar,

das wie eine Fahne weht und dein Gesicht umrahmt.

Fragile Eisgebilde. Schneeflocken schmelzen auf deinen Wangen.

Der Winter ist düster. Nur du schimmerst in der Finsternis.

Eiszapfen schmelzen unter heißem Atem.

Bis der Frühling sich erhebt, im Schoß der Erde.

Der Boden nass und fruchtbar, aus dem zarte Sprossen keimen.

Der Winter neigt sich zu seinem Ende.



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