Die Trauerweide

Betrachtung zum Thema Augenblick

von  AchterZwerg

Zwischen den Zweigen

mäandert das Licht

tief drinnen

tut sich die Dunkelheit auf

Ein Duft nach Moos

und feuchtem Holz -

das holprige Spiel

einer Kinderflöte


Entlegener Ort

aus längst verstorbener Zeit


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Kommentare zu diesem Text


 lugarex (24.01.26, 08:17)
Zwischen den
Zwergen lese ich automstisch ohne Brillr. Sehr schön.

Kommentar geändert am 24.01.2026 um 08:17 Uhr

 willemswelt (24.01.26, 08:33)
Ja,nr.8-aus längst vergangener Zeit,ja und auch ein wenig traurig-1950-unter der Weide sitzt ein Knabe, erschöpft vom Wenden des gemähten Grases-einen Morgengruß,Willem

 AnneSeltmann (24.01.26, 08:48)
Guten Morgen!

Ein sehr stimmungsvolles, sinnlich starkes Gedicht, das Erinnerungen, Natur und Kindheit subtil verbindet. Für mich liegt die Schönheit vor allem in der leisen Melancholie und der sanften, fragmentarischen Rhythmik – es bleibt lange nachklingend im Kopf.

Liebe Grüße

Anne

 EkkehartMittelberg (24.01.26, 09:21)
Sehr gelungen, Piccola,
an diesem Ort kann sich die Trauer weiden.
Liebe Grüße
Ekki

 Teo (24.01.26, 10:20)
Ja Zwerg, weckt Erinnerungen.
Wie der kleine Teo mit dem Ghettoblaster in der Trauerweide gesessen hat.
Schön
LG
Teo

 eiskimo (24.01.26, 10:50)
Schön!!
Aber so verstorben ist diese Zeit nicht - Deine Zeilen lassen sie prompt wieder präsent sein. Bei mir ist nicht weit ein glucksender Bach, über den man rüberspringen musste ..  nasse Füße und fröhlich Grüße 
Eiskimo
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