nachtlied

Kurzgedicht zum Thema Augenblick

von  AchterZwerg

salz im schlund so still mein blut
über dünen kriecht das schwarz
möwen schreien nur noch selten
dunkel schläft die flut

dort ruft mich dein muschelmund
hab ich dich zuletzt gesehen

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Kommentare zu diesem Text


 sandfarben (19.03.20)
Der Muschelmund sagt mir jetzt nicht viel, ich kann das schlecht interpretieren, aber insgesamt finde ich das Nachtlied gelungen, die Stimmung gut eingefangen.

 AchterZwerg meinte dazu am 19.03.20:
Hallo sandfarben,
ich finde diesen Begriff nicht besonders kryptisch:
Muscheln haben bekanntlich einen Mund, der häufig ineinander verzahnt auftritt, mit sog. Schlosszähnen.
Den Rest kannst du dir bestimmt selbst ausmalen. :)

 DanceWith1Life (19.03.20)
ich hab das tosen noch im ohr
die ufer an denen du nach mir riefst
nach jeder strophe
sangen wellen wellenchor
ein albatros`streicht

ach atlantis
im trauerkleid

 AchterZwerg antwortete darauf am 19.03.20:
Das ist ja mal wieder ein megascharfer Kommentar, dance, einer Dichterin würdig.

Danke schön! :):):)

 TassoTuwas (19.03.20)
Also ich war das nicht.
Mich hättste nienich vergessen!

Ehrenwort
TT

 AchterZwerg schrieb daraufhin am 19.03.20:
Ich weiß doch, Tasso.
Aber ständig dein "Tu was!" in den Ohren, wäre nicht so meins gewesen.

 TassoTuwas äußerte darauf am 19.03.20:
Bin eben nachtaktiv

 eiskimo (19.03.20)
Da kommt eine sehr eigene Stimmung auf, mit deinem Text. Stille und gleichzeitig Schmerz.
etwas wehmütige Grüße
Eiskimo

 AchterZwerg ergänzte dazu am 19.03.20:
Dann passt das Gedicht ja ganz gut zur allgemeinen Wetterlage, nä?

Liebe Grüße
der8.
Aha (53)
(19.03.20)
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 AchterZwerg meinte dazu am 19.03.20:
*lach

isch geb mir all Mühe, aha. Grund genuch hätt isch ja ...

 Ralf_Renkking (19.03.20)
Fisches Nachtgesang auf zwergisch?

 AchterZwerg meinte dazu am 19.03.20:
So intim sind wir nich ...

 EkkehartMittelberg (19.03.20)
Das LyrIch ist empfangsbereit für den Muschelmund.
Liebe Grüße
Ekki

 AchterZwerg meinte dazu am 20.03.20:
Gelernt ist gelernt. :)
Immer wieder erfreulich zu sehen, dass es in (fast) jedem Forum ein paar Leute gibt, die guten Zugang zur Lyrik zeigen.

Danke
Picola

 LottaManguetti (20.03.20)
Der durchgehaltene Trochäus sagt mir sehr zu, denn auch reimlose Gedichte benötigen Rhythmik.
Ich bin hin und hergerissen zwischen Endgültigkeit und Unterbrechung. Letztlich entscheide ich mich für Ersteres.
So gelesen entsteht vor dem inneren Auge eine mächtige Metapher, ja ein komplexes Bild.
Und das sagt mir zu.

Lotta

Kommentar geändert am 20.03.2020 um 08:53 Uhr

 AchterZwerg meinte dazu am 20.03.20:
Freut mich, Lotta.
Allerdings habe ich vier Reime untergebracht und ein wenig mit den Endungen experimentiert.
Das Verfahren gibt mir Recht: Wenn Reime so unauffällig gestreut werden, dass sie gleichsam unbemerkt bleiben, sind sie wohl zeitgemäß und nicht übel.

Herzlichen Dank und liebe Grüße
der8.

 FliegendeWorte (23.07.20)
Hallo 8.Zwerg,
du verschaffst dem Leser einen besonderen lyrischen Augenblick mit deinem Gedicht. Die Stimmung am Meer scheint hierfür angetan zu sein. Der eingebettete Reim färbt dein Gedicht unauffällig schön. Zum Schluss kommt für mich etwas Wehmut auf, deutet der letzte Satz doch bereits in die Vergangenheit, vielleicht einen Moment der Trennung (reine Interpretation).
Sehr gerne gelesen!
Gruß
FliegendeWorte

 AchterZwerg meinte dazu am 23.07.20:
Tach, FliegendeWorte,

im ersten Augenblick konnte ich mich gar nicht mehr an den Titel erinnern ... *lächel), dann aber doch wieder. :)

Die "Gurgel" ist vielleicht nicht optimal; aber ein passend- klangschönes Synonym ist mir noch nicht eingefallen.

Liebe Grüße
der8.

 harzgebirgler (29.09.20)
das meer und die see
bewirken auch weh.

lg
harzgebirgler

 Ralf_Renkking meinte dazu am 29.09.20:
Das kann ich locker untertauchen:

Reim infantil

Wenn ich See seh,
krieg ich Weh-Weh.


 AchterZwerg meinte dazu am 29.09.20:
Zum Vergleich: eine Intellektuelle
Höchstlleistung:

Bei "Aua" werd ich saua!
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