Er möchte manches mal das Neonlicht erschießen
und über sich bei Nacht den Sternenhimmel sehn
er möchte täglich alle Leuchtreklameschilder gießen
bis aus der Sonderangebotsflut Blätter sprießen
und mit Jasmin in ihrem Schatten stehn
Er möcht den Straßenlärm in Scheiben schneiden
so dünn dass bunte Vögel sich draus Nester bau'n
er stellt sich vor die Stadt mit allen Eingeweiden
auf links zu drehn und könnte sich danach gut leiden
doch hat er es verlernt sich was zu trau'n
Drum treibt er lebenslänglich hin auf kleinen Wellen
hegt die Erinnerung an einen Bach mit Weidenrand
an Rosenduft an frühen Tau an schwirrende Libellen
und treibt doch immer nur um die selben Stellen
er ahnt die Dinge die ihm einst bekannt
Und plötzlich zerren an ihm hunderttausend Fragen
wer weiß ob die Kastanien noch im Frühjahr blüh'n
in dieser Zeit wer will das mit Bestimmtheit sagen
was er nicht weiß danach kann er Jasmin befragen
er glaubt das Gras war früher mal grasgrün
Er möchte Spatzen frisches Knäckebrot hinstreuen
und weiß dabei nicht mal ob es noch Spatzen gibt
die Ungewissheit lässt ihr Aussterben bereuen
wie mag es sein sich über kleines Glück zu freuen
und Zeit besitzen prall und ungesiebt
Dann wollt er über kochend heißen Asphalt laufen
wo er den Fuß hin setzt müsst nasser Rasen blühn
und Sturm und Regen sollten seine Haare raufen
für solchen Tag würd alle Zweifel er verkaufen
und eine Frage richten an Jasmin