Sport ohne Mord

Gedanke zum Thema Sport

von  Regina

Im Sommer spielten meine Schwester und ich hinter dem Haus abends Federball, bis es so dunkel war, dass wir nichts mehr sahen. Dabei traten wir weder gegeneinander noch gegen andere Paare an. Unser Ziel war es, den Ball möglichst lange in der Luft zu halten. So zählten wir die Anschläge und freuten uns über jeden neuen Rekord.

Damit haben wir der Welt gezeigt, dass Sport nicht in jedem Fall Wettbewerb bedeuten muss, sondern als Kunst ausgeführt werden kann, von einem gemeinsamen Ziel beseelt. Aber kein Sportreporter hat jemals über uns berichtet.

Den meisten Sportlern geht es darum, den Gegner zu besiegen, im Sportkrieg die Nummer Eins zu werden. Andere Leute wiederum sehen auch den Krieg als Sport, wo es um Gewinnen oder Verlieren auf Leben oder Tod geht. Ganz im Sinne der antiken Olympiaden, wo der Kandidat den Tod davontragen konnte, nicht nur Sturz oder Beinbruch.


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Kommentare zu diesem Text


 niemand (22.02.26, 12:39)
@ Regina
Nicht nur, dass manche den Krieg als eine Art Sport, mit Gewinnern und Verlierern, sondern im Sport [den normalen] geht es plötzlich um den Stolz auf die eigene Nationalität. Auf einmal ist man Deutscher. Guck mal einer an, denn ansonsten gibt es eine auf die Nuss, wenn man sich erdreistet etwas von Zugehörigkeit zu sagen, oder von so etwas wie Heimatliebe zu sprechen.
Irgendwie schizophren das Ganze. Da macht man sich doch gerne ins Hemd
bei der Aussage: "Deutschland hat eine Medaille errungen". Da ist Deutschland auf einem ein guter Begriff. Pure Idiotie das alles. LG Irene
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