Du
Alltagsgedicht zum Thema Liebe und Sehnsucht
von Moppel
Kommentare zu diesem Text
Die letzte Strophe deines Gedichts hat mich tief bewegt, Moppel. Ich kann fast fühlen, wie schwer es gewesen sein muss, im Schneematsch auszurutschen und in diesem Moment die kleinen Gesten deines Mannes so schmerzlich zu vermissen – das Taschentuch, das Lächeln, die Hand, die deine gehalten hat. Dieser Augenblick ist traurig und gleichzeitig so ehrlich in seinem Nachhall von Verlust.
Und doch bleibt ein zartes Nachklingen in deinem Gedicht: die Erinnerungen an die Liebe und die Fürsorge, die euch verbunden haben, schimmern leise durch. Es ist ein stiller, sanfter Blick auf das Leben, der die Trauer nicht nimmt, aber die Wärme dessen spürbar macht, was geblieben ist.
LG
Saira
Und doch bleibt ein zartes Nachklingen in deinem Gedicht: die Erinnerungen an die Liebe und die Fürsorge, die euch verbunden haben, schimmern leise durch. Es ist ein stiller, sanfter Blick auf das Leben, der die Trauer nicht nimmt, aber die Wärme dessen spürbar macht, was geblieben ist.
LG
Saira
vielen Dank, Saira. Es sind die kleinen Momente im Leben, all das, was so selbstverständlich ist, an dem man den Verlust immer wieder bemerkt.
Doch es bleibt auch eine tiefe Dankbarkeit für die Zeit, die uns geschenkt war. Vielen Dank dir und lG von M.
Doch es bleibt auch eine tiefe Dankbarkeit für die Zeit, die uns geschenkt war. Vielen Dank dir und lG von M.
Wie soll man (ich) an ein Gedicht herangehen, von dem man vermutet, dass es sehr persönliche Hintergründe sind, die das Werk vollbracht haben, obgleich man nicht zwingend davon ausgehen darf? Denn m.E. sollte dem lyrICH immer Raum gelassen werden, um zu atmen, um zu wirken. Und sollte es nun auch der besagte sehr persönliche Hintergrund sein, wie hoch ist das Maß mit dem der /die Leser:in dann Anteil im Rahmen einer Deutung nehmen dürfe? Was wäre sinnvolles Maß um den Bezug zur Autorin, zum Werk zu wahren? Sollte man es überhaupt genauer „unter die Lupe“ nehmen? Hmm, ich bin als Leser, der sich eine gewisse Deutung zum Gedicht wünscht daher sehr unsicher und zwiegespalten, lasse mich aber schließlich einmal darauf ein …
Mit diesen nicht sehr einfachen Fragen komme ich als Leser nun an den Text heran:
„Du“
betitelt es sich standfest zu einem ich und gibt dieses tragende Säule gleich in Form einer Einleitung zu weiteren Metaphern zurück:
„Trugst du mich..“
Es beginnt also bereites sehr komplex mit einer hervorgerufenen Gefühlsgemengelage ala ´Du bist für mich das, was du für mich tatest und ich tue hier in Worten gleiches für dich.´
Sehr schön!
Der folgende Rundgang durch die Jahres- und die metaphorisierte Lebenszeiten mit dem tragenden und dem haltenden Aspekt, setzt das zuvor initiierte Gefühl gelungen fort und bleibt sowohl fantastisch („Glut erbarmungsloser Sommer“) als auch sehr erdgebunden um nicht zu sagen realistisch („Schneematsch des Winters“).
Das stete vorbereitet sein von „Du“ aus der zweiten Strophe umfasst erneut die ´kleine Geste´ (Taschentuch), als auch die sehr weltgebundene Hilfe zum Fortkommen in einer Welt, die eben etwas verlangt („Kleingeld“).
In den relativ wenigen Worten, empfinde ich als Leser nun bereits ein erstaunlich breites Spektrum an Gefühlen und auf allen Ebenen, weiß mich mich zwar ein wenig ´lost´, muss aber sagen, dass dieses (lost)Gefühl eben den eingangs erwähnten Vorbehalten entgegen kommt und eine unschuldige Unbekanntheit in der Sache vollführt, also meine diesbezüglichen Bedenken zerstreut und eine schönen Kontrast ergibt ohne das auch ich fürchten muss mit der Analyse des Gedichtes einen nicht mir angehörigen Blütenzweig zu zerbrechen.
Ohne mich nun meinerseits in der Metapher des Blütenzweigbrechens zu verlieren, freue ich mich über die nächsten Zeilen und das sanfte „Bonnie und Clyde Motiv“ eine Geste, die mir mitteilt: ´was soll mir mit „Du“ schon passieren? `
Hervorragend dann der Schlussakkord (letzte Strophe), der aus den vorhergehenden Strophen mitsamt ihren Tönen zusammengewachsen scheint, derart gar einen eigenen gewachsenen Blütenzweig ergibt, etwas, das durch alles an Erinnerungen hindurchbricht ist und im hier und jetzt Bestand hat. Ich könnte noch eine Menge darüberschreiben, freue mich aber, wenn die Wirkung deiner abschließenden Zeilen mir zuvorkommen und mich sprachlos im positiven Sinne machen… denn genau das habe ich mir eigentlich und insgeheim von deinem Gedicht gewünscht.
Sehr gelungen liebe Moppel!
Grüße Sascha
Mit diesen nicht sehr einfachen Fragen komme ich als Leser nun an den Text heran:
„Du“
betitelt es sich standfest zu einem ich und gibt dieses tragende Säule gleich in Form einer Einleitung zu weiteren Metaphern zurück:
„Trugst du mich..“
Es beginnt also bereites sehr komplex mit einer hervorgerufenen Gefühlsgemengelage ala ´Du bist für mich das, was du für mich tatest und ich tue hier in Worten gleiches für dich.´
Sehr schön!
Der folgende Rundgang durch die Jahres- und die metaphorisierte Lebenszeiten mit dem tragenden und dem haltenden Aspekt, setzt das zuvor initiierte Gefühl gelungen fort und bleibt sowohl fantastisch („Glut erbarmungsloser Sommer“) als auch sehr erdgebunden um nicht zu sagen realistisch („Schneematsch des Winters“).
Das stete vorbereitet sein von „Du“ aus der zweiten Strophe umfasst erneut die ´kleine Geste´ (Taschentuch), als auch die sehr weltgebundene Hilfe zum Fortkommen in einer Welt, die eben etwas verlangt („Kleingeld“).
In den relativ wenigen Worten, empfinde ich als Leser nun bereits ein erstaunlich breites Spektrum an Gefühlen und auf allen Ebenen, weiß mich mich zwar ein wenig ´lost´, muss aber sagen, dass dieses (lost)Gefühl eben den eingangs erwähnten Vorbehalten entgegen kommt und eine unschuldige Unbekanntheit in der Sache vollführt, also meine diesbezüglichen Bedenken zerstreut und eine schönen Kontrast ergibt ohne das auch ich fürchten muss mit der Analyse des Gedichtes einen nicht mir angehörigen Blütenzweig zu zerbrechen.
Ohne mich nun meinerseits in der Metapher des Blütenzweigbrechens zu verlieren, freue ich mich über die nächsten Zeilen und das sanfte „Bonnie und Clyde Motiv“ eine Geste, die mir mitteilt: ´was soll mir mit „Du“ schon passieren? `
Hervorragend dann der Schlussakkord (letzte Strophe), der aus den vorhergehenden Strophen mitsamt ihren Tönen zusammengewachsen scheint, derart gar einen eigenen gewachsenen Blütenzweig ergibt, etwas, das durch alles an Erinnerungen hindurchbricht ist und im hier und jetzt Bestand hat. Ich könnte noch eine Menge darüberschreiben, freue mich aber, wenn die Wirkung deiner abschließenden Zeilen mir zuvorkommen und mich sprachlos im positiven Sinne machen… denn genau das habe ich mir eigentlich und insgeheim von deinem Gedicht gewünscht.
Sehr gelungen liebe Moppel!
Grüße Sascha