Die kleine Edelgard

Gedicht zum Thema Kinder/ Kindheit

von  Teo

Ach, die kleine Edelgard!

Schielt, dat sich die Balken biegen.

Ne, wat is dat Leben hart!

 

Wenn sie heult, kann man´s erblicken,

laufen dichte Tränenströme

über ihren kleinen Rücken.

 

Und es lacht die doofe Käthe.

Grade die, die blöde Schnepfe,

als ob die mal Denken täte.

 

Edelgard! Die muss man lieben!

Und ihr Freund, der dicke Jochen

droht der Käthe dann mit Hieben.

 

Auch der Fritz sagt fiese Sprüche,

Wat den dicken Jochen ärgert.

Schwer verheilen Fritzchens Brüche.

 

Sich an Schwächen andrer labend.

Dat is doch nich wirklich schön!

Brav sind die nur Heiligabend.

 

Edelgard könnt manchmal toben.

Denn sie kann doch nix dafür!

Doch der Lehrer tut se loben.

 

Dann im Sommer, kaum Gemecker.

Sie probiert ne Kugel Eis.

Ne, wat sind die beiden lecker!

 

 

 

 


 



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Kommentare zu diesem Text


 niemand (11.04.26, 15:08)
Das ist typisch Ruhrgebiet, der Mentalität und dem Menschenschlag nachempfunden.  Da leben eben so verschiedene Individuuen. Die verstehen scheinbar was vom Genießen, negativ, wie auch positiv. Sogar dem doppelten
Sehen kann man hier was abgewinnen. Immerhin hat die Edelgard das Gefühl
zwei Kugeln Eis genossen zu haben. So kommt man sich reichr vor als 
man ist.      :D      :P    
Mit schmunzelnden Grüßen, Irene
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