Über Wichtigkeiten
Satire
von Reliwette
Kommentare zu diesem Text
Moin Reli,
ich habe deinen Text gelesen und mich dabei ein wenig ertappt gefühlt – wie man so dasitzt und nickt, während man innerlich schon den nächsten glänzenden Gegenstand anvisiert.
Nee … so bin ich natürlich nicht.
Na gut … ab und zu vielleicht.
Diese Sache mit den Wichtigkeiten ist ja wunderbar entlarvend. Kaum hat etwas seinen Zweck erfüllt oder seinen Glanz verloren, wird es entsorgt und zwar mit einer Selbstverständlichkeit, die fast schon wieder beeindruckt. Man möchte dem Sperrmüll eigentlich einen Orden verleihen für seine Geduld.
Die Elster als Leitfigur gefällt mir besonders. Ein ehrliches Tier. Nimmt, was glänzt, lässt liegen, was stumpf geworden ist. Kein moralisches Theater, keine Begründungspflicht. Im Vergleich dazu wirkt der Mensch fast ein wenig überambitioniert in seinem Bedürfnis, jedem Gegenstand noch eine Bedeutung anzudichten, bevor er ihn wegwirft.
Und dann diese kleinen Verschiebungen ins Groteske – Panzer, U-Boote, militärischer Besuch – als wäre der Sprung vom Gartenschrott zur Aufrüstung gar keiner mehr. Nur eine Frage der Größenordnung, nicht der Logik.
Am Ende bleibt bei mir weniger ein Lachen als ein leises Unbehagen.
Weil man merkt, wie austauschbar diese Wichtigkeiten sind und wie bereitwillig wir ihnen hinterherlaufen, solange sie nur glänzen.
Die Elstern wirken dagegen fast … konsequent.
Und das ist vielleicht das eigentlich Beunruhigende.
Herzliche Grüße
Saira
ich habe deinen Text gelesen und mich dabei ein wenig ertappt gefühlt – wie man so dasitzt und nickt, während man innerlich schon den nächsten glänzenden Gegenstand anvisiert.
Nee … so bin ich natürlich nicht.
Na gut … ab und zu vielleicht.
Diese Sache mit den Wichtigkeiten ist ja wunderbar entlarvend. Kaum hat etwas seinen Zweck erfüllt oder seinen Glanz verloren, wird es entsorgt und zwar mit einer Selbstverständlichkeit, die fast schon wieder beeindruckt. Man möchte dem Sperrmüll eigentlich einen Orden verleihen für seine Geduld.
Die Elster als Leitfigur gefällt mir besonders. Ein ehrliches Tier. Nimmt, was glänzt, lässt liegen, was stumpf geworden ist. Kein moralisches Theater, keine Begründungspflicht. Im Vergleich dazu wirkt der Mensch fast ein wenig überambitioniert in seinem Bedürfnis, jedem Gegenstand noch eine Bedeutung anzudichten, bevor er ihn wegwirft.
Und dann diese kleinen Verschiebungen ins Groteske – Panzer, U-Boote, militärischer Besuch – als wäre der Sprung vom Gartenschrott zur Aufrüstung gar keiner mehr. Nur eine Frage der Größenordnung, nicht der Logik.
Am Ende bleibt bei mir weniger ein Lachen als ein leises Unbehagen.
Weil man merkt, wie austauschbar diese Wichtigkeiten sind und wie bereitwillig wir ihnen hinterherlaufen, solange sie nur glänzen.
Die Elstern wirken dagegen fast … konsequent.
Und das ist vielleicht das eigentlich Beunruhigende.
Herzliche Grüße
Saira