Glück gehabt oder das ist Lebensqualität
Satire
von Reliwette
Kommentare zu diesem Text
Lieber Reli,
deine Satire ist ein Feuerwerk aus Lebensweisheit, Ironie und scharfem Humor. Vom prallen Pfirsich bis zur runzligen Aktentasche, von Schopenhauer bis zur Retrospektive „Der Vogel – alle Eier seines Lebens“ – du zeigst, dass Glück weniger eine Serie schöner Zufälle ist, als die Kunst, Absurditäten zu erkennen, zu benennen und darüber zu lachen.
Besonders gelungen finde ich die Mischung aus Selbstironie, scharfer Beobachtung und einer Prise makaberer Wahrheit ... etwa bei den Bestattungsunternehmen. Am Ende winkt der Silberstreif: Lebensqualität ist weniger Besitz oder Status als die Fähigkeit, das Unvermeidliche mit Humor zu nehmen.
Kurz: Man könnte sagen, du lehrst den/die Leser/in, dass man Glück unterbrechen kann und dabei trotzdem „allerfeinste Sahne“ genießt.
Herzlichst
Saira
deine Satire ist ein Feuerwerk aus Lebensweisheit, Ironie und scharfem Humor. Vom prallen Pfirsich bis zur runzligen Aktentasche, von Schopenhauer bis zur Retrospektive „Der Vogel – alle Eier seines Lebens“ – du zeigst, dass Glück weniger eine Serie schöner Zufälle ist, als die Kunst, Absurditäten zu erkennen, zu benennen und darüber zu lachen.
Besonders gelungen finde ich die Mischung aus Selbstironie, scharfer Beobachtung und einer Prise makaberer Wahrheit ... etwa bei den Bestattungsunternehmen. Am Ende winkt der Silberstreif: Lebensqualität ist weniger Besitz oder Status als die Fähigkeit, das Unvermeidliche mit Humor zu nehmen.
Kurz: Man könnte sagen, du lehrst den/die Leser/in, dass man Glück unterbrechen kann und dabei trotzdem „allerfeinste Sahne“ genießt.
Herzlichst
Saira
Beim nochmaligen Lesen – auch im Hinblick auf den Hinweis von AchterZwerg – ist mir dein Einstieg noch einmal anders aufgefallen. Der Einwand ist zwar sachlich richtig, und doch habe ich das Gefühl, dass es dir hier weniger um historische Genauigkeit geht als um eine kleine Irritation, die den Ton deiner Satire gleich zu Beginn setzt.
Vielleicht ist es genau dieses leichte „Daneben“, das den Blick öffnet für das, was danach kommt. Und dennoch kann ich verstehen, dass man an dieser Stelle hängen bleibt, weil sie nicht eindeutig als ironisch erkennbar ist.
Für mich liegt die eigentliche Stärke deines Textes weiterhin in den Bildern, den Brüchen und diesem Wechsel zwischen Schärfe und leiser Wärme am Ende.
Liebe Grüße
Saira
Vielleicht ist es genau dieses leichte „Daneben“, das den Blick öffnet für das, was danach kommt. Und dennoch kann ich verstehen, dass man an dieser Stelle hängen bleibt, weil sie nicht eindeutig als ironisch erkennbar ist.
Für mich liegt die eigentliche Stärke deines Textes weiterhin in den Bildern, den Brüchen und diesem Wechsel zwischen Schärfe und leiser Wärme am Ende.
Liebe Grüße
Saira
Hallo Reliwette,
leider beginnst du deine Satire mit einem gravierenden Fehler:
Schopenhauer starb am 21. September 1860, Heinrich Mann wurde erst am 27. März 1871 geboren.
Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätten sie wegen ihrer konträren Lebenseinstellungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Freundschaft gehalten. - Das Werk von Thomas Mann zeigte sich jedoch stark von ihm beeinflusst - er liebte ihn sehr und setzte ihm in den Buddenbrooks sein erstes (!) Denkmal.
Im Kapitel 10 wir dies deutlich spürbar, als Thomas Buddenbrook in seiner tiefsten Lebenskrise Schopenhauers Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung" liest. Er findet darin Trost für seinen Verfall, indem er den Tod als Erlösung und Rückkehr aus der "mühseligen Individualität" erkennt.
Ich selbst kann nur jedem alten Menschen empfehlen Schopenhauers Betrachtungen über den Tod einmal zu lesen - es gehört zu dem Klarsten und Wunderbarsten, das ich aus der Literatur kenne.
Bei
würde er dich allerdings einen "ruchlosen Optimisten" schelten ...
Nix für ungut.
Ich freue mich trotzdem, dass du dich mit ihm beschäftigst!
[Schopenhauer galt und gilt als Künstlerphilosoph (50 : 50), drang bis in den Kern der Dinge vor und empfand die Kunst als Beschwichtigung in einer rauen, recht boshaften Welt.
Er konnte wie ein Künstler "sehen."]
leider beginnst du deine Satire mit einem gravierenden Fehler:
Schopenhauer starb am 21. September 1860, Heinrich Mann wurde erst am 27. März 1871 geboren.
Wäre dies nicht der Fall gewesen, hätten sie wegen ihrer konträren Lebenseinstellungen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Freundschaft gehalten. - Das Werk von Thomas Mann zeigte sich jedoch stark von ihm beeinflusst - er liebte ihn sehr und setzte ihm in den Buddenbrooks sein erstes (!) Denkmal.
Im Kapitel 10 wir dies deutlich spürbar, als Thomas Buddenbrook in seiner tiefsten Lebenskrise Schopenhauers Hauptwerk "Die Welt als Wille und Vorstellung" liest. Er findet darin Trost für seinen Verfall, indem er den Tod als Erlösung und Rückkehr aus der "mühseligen Individualität" erkennt.
Ich selbst kann nur jedem alten Menschen empfehlen Schopenhauers Betrachtungen über den Tod einmal zu lesen - es gehört zu dem Klarsten und Wunderbarsten, das ich aus der Literatur kenne.
Bei
Wenn ich mich vor den Spiegel stelle, sehe ich wenigstens noch etwas Positives, was mich anlächelt. Mich strahlt ein kraftstrotzender optimistischer junger Prinz an, und wie im Trance höre ich von fern meine eigene sanfte Stimme zu mir sprechen:"Sahne, Baby, allerfeinste Sahne!"
würde er dich allerdings einen "ruchlosen Optimisten" schelten ...
Nix für ungut.
Ich freue mich trotzdem, dass du dich mit ihm beschäftigst!
[Schopenhauer galt und gilt als Künstlerphilosoph (50 : 50), drang bis in den Kern der Dinge vor und empfand die Kunst als Beschwichtigung in einer rauen, recht boshaften Welt.
Er konnte wie ein Künstler "sehen."]
Kommentar geändert am 27.03.2026 um 17:58 Uhr
Stimmt, Sch. und H. Mann liegen zeitlich etwas auseinander auf dem Friedhof. Dass Sch. der Kunst und seinen Vertretern nahe ist, geht aus seinem Satz hervor: "Dass man immer wieder finden wird, dass denkende, phantasiebegabte Künstler die Zukunft besser berechnen können als viele Alltagsköpfe, die sich für untäuschbare Realisten halten".
Die Aussage, "dass ich mich für.............halte, wenn ich in den Spiegel schaue" Ist Selbstironie - leicht zu verstehen, denn ich bin 83 Jahre alt. Das scheint mir doch eher zu durchschauen sein- oder?
Dass du auf meinen Text nicht eingehst, ist schade. Zur Philosophie kann ich einiges beisteuern, z.B. aus Hegels Werk: "Über die vierfache Wurzel von zureichenden Grunde". Das ist der mit den Thesen und Antithesen, Verfechter einer Morallehre und der Ethik.oder I. Kant:"kritik der reinen Vernunft".
Lieber Gruß!
Hartmut
Die Aussage, "dass ich mich für.............halte, wenn ich in den Spiegel schaue" Ist Selbstironie - leicht zu verstehen, denn ich bin 83 Jahre alt. Das scheint mir doch eher zu durchschauen sein- oder?
Dass du auf meinen Text nicht eingehst, ist schade. Zur Philosophie kann ich einiges beisteuern, z.B. aus Hegels Werk: "Über die vierfache Wurzel von zureichenden Grunde". Das ist der mit den Thesen und Antithesen, Verfechter einer Morallehre und der Ethik.oder I. Kant:"kritik der reinen Vernunft".
Lieber Gruß!
Hartmut
Antwort geändert am 08.04.2026 um 18:21 Uhr