Dazugehören
Satire
von Reliwette
Kommentare zu diesem Text
Hallo lieber Reli,
diese Figur, dein Max-August, wirkt ja zunächst wie eine Karikatur, fast schon zu schräg, um ernst genommen zu werden. Aber je weiter ich las, desto deutlicher wurde: So weit weg ist er gar nicht.
Sein Entschluss, sich zu verwandeln, ist für mich das Spannendste.
Er will dazugehören und merkt dabei offenbar sehr schnell, dass das weniger mit Haltung zu tun hat als mit bestimmten Verhaltensmustern: stören, verdrehen, laut sein, andere ins Leere laufen lassen. Dass du das so schrittweise erzählst, macht es fast unheimlich, weil es spürbar wird, wie leicht das geht. Keine große Zäsur, kein Bruch, sondern eher so ein langsames Hineingleiten.
Stark, wie du die Sprache einsetzt. Diese scheinbar wirren Argumentationen, dieses absichtliche Aneinander-vorbei-Reden: das ist gar nicht so absurd, wie es klingt. Man erkennt darin etwas wieder, diese Art, Diskussionen gar nicht mehr führen zu wollen, sondern sie einfach zu beenden, indem man sie entwertet. Und plötzlich steht da einer, der genau dadurch Raum gewinnt, während die anderen sich zurückziehen.
Dass er am Ende genau das bekommt – seinen Platz, seine Ruhe, seine „Überlegenheit“ –, ist ja eigentlich nur eins: bitter. Es ist kein Triumph, eher so eine Art leere Belohnung. Und dann dieser letzte Dreh, wo er selbst merkt, dass das alles nicht das Gelbe vom Ei ist … der kommt fast nebenbei, aber genau deshalb sitzt er.
Du erzählst das mit Witz, aber dahinter steckt eine ziemlich klare, auch unbequeme Beobachtung.
Liebe Grüße
Saira
diese Figur, dein Max-August, wirkt ja zunächst wie eine Karikatur, fast schon zu schräg, um ernst genommen zu werden. Aber je weiter ich las, desto deutlicher wurde: So weit weg ist er gar nicht.
Sein Entschluss, sich zu verwandeln, ist für mich das Spannendste.
Er will dazugehören und merkt dabei offenbar sehr schnell, dass das weniger mit Haltung zu tun hat als mit bestimmten Verhaltensmustern: stören, verdrehen, laut sein, andere ins Leere laufen lassen. Dass du das so schrittweise erzählst, macht es fast unheimlich, weil es spürbar wird, wie leicht das geht. Keine große Zäsur, kein Bruch, sondern eher so ein langsames Hineingleiten.
Stark, wie du die Sprache einsetzt. Diese scheinbar wirren Argumentationen, dieses absichtliche Aneinander-vorbei-Reden: das ist gar nicht so absurd, wie es klingt. Man erkennt darin etwas wieder, diese Art, Diskussionen gar nicht mehr führen zu wollen, sondern sie einfach zu beenden, indem man sie entwertet. Und plötzlich steht da einer, der genau dadurch Raum gewinnt, während die anderen sich zurückziehen.
Dass er am Ende genau das bekommt – seinen Platz, seine Ruhe, seine „Überlegenheit“ –, ist ja eigentlich nur eins: bitter. Es ist kein Triumph, eher so eine Art leere Belohnung. Und dann dieser letzte Dreh, wo er selbst merkt, dass das alles nicht das Gelbe vom Ei ist … der kommt fast nebenbei, aber genau deshalb sitzt er.
Du erzählst das mit Witz, aber dahinter steckt eine ziemlich klare, auch unbequeme Beobachtung.
Liebe Grüße
Saira