Wo bin ich zuhause?
Zuhause war nie ein Ort,
den man auf Karten finden konnte.
Kein Raum mit offenen Türen,
kein Schein, der nicht dem Dunkel wich.
Zuhause war ein Lauschen
auf Schritte im Flur,
auf Stimmen, die zerbrachen,
wie Glas in einer zittrigen Hand.
Zuhause war zwischen Atemzügen,
die man erstickte,
damit sie niemand hört.
Zuhause war auch ein gesenkter Blick,
Hände, die sich ineinander krallten.
Es war Flucht,
immer auf der Suche nach Geborgenheit.
Zuhause war nie ein Ort.
Es war Stille vor dem Lärm,
ein Versteck im Schatten,
ein Atem, den ich anhielt.
Ein Blick, Furcht.
Es war mein Glaube,
lautlos und stur.
Zuhause braucht kein Dach.
Zuhause
bin jetzt ich.