Das Schneeballprinzip - ein literarischer Versuch

Experimenteller Text zum Thema Ungewissheit

von  eiskimo

Es liegt Schnee, der schön pappig ist. Wir formen einen Ball und kullern ihn langsam vor uns her. Der Ball wickelt Schicht um Schicht immer neuen Schnees um sich und wird dabei  groß und größer - bei entsprechendem Gefälle wächst sich das prompt aus bis zu einer gewaltigen Lawine…

So würde ich gerne schreiben können. Mein pappiges Statement wickelt den ein- oder anderen Leser ein, nimmt diese plus weitere Follower mit, die dann alle meine Startaussage willig multiplizieren bis hin zu einer Kampagne, nein, bis hin zu einem gewaltigen Shitstorm.

Eine schöne Illusion, oder könnte das nicht doch funktionieren?

Nehmen wir als kleinen pappigen Schneeball das Statement „Die Deutschen sind faul geworden“.

Ich bin gespannt. Vielleicht kommt ja genug Masse zusammen, um wenigstens einen Schneemann zu bauen .... einen dicken, hüftsteifen, deutschen, satt in sich ruhend.




Anmerkung von eiskimo:

Vielleicht habt Ihr einen besseren "Schneeball", um eine Kampagne loszutreten. Es muss ja keine überprüfbare Wahrheit sein, einfach nur so ein Statement, das den Leuten in den Kram passt....

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Kommentare zu diesem Text


 Alabanda (06.05.26, 09:47)
einen dicken, hüftsteifen, deutschen, satt in sich ruhend

Erzähl das bitte den zig-Millionen deutschen migrantischer Herkunft! Oder sind das eben doch keine richtigen deutschen, weil nicht hüftsteif genug?

 franky (06.05.26, 10:43)
Hi Eiskimo,
 
Wer selbst ganz ohne Schnee ist, werfe den ersten Ball!
 
Grüße von Franky
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