Daß ich seit 33 Jahren trockener Alkoholiker bin, zeichnet mich nicht als Kämpfer aus, denn bis auf wenige Tage am Anfang der jeweiligen Abstinenz (ich brauchte mehrere Versuche), habe ich nicht gegen den Alkohol gekämpft.
Auch nicht gegen die Zigaretten, von denen ich am Höhepunkt 60 Stück am Tag rauchte, teilweise zwei gleichzeitig, um meinen Bedarf zu denken.
Auch nicht gegen andere Formen meiner Sucht.
Dafür gibt es einen Grund: man kann den Kampf gegen eine Sucht nicht gewinnen – die Sucht wird von der Seele unterstützt, und die kann man nicht besiegen, nur töten.
Also gilt es, in sich hinzuhören und herzufinden, warum man übermäßig Alkohol trinkt, Zigaretten raucht, Sex hat, Dinge kauft, die man nicht braucht, zu lange im Internet ist, zu viele Texte auf KeinVerlag schreibt, ...
Das bedarf an sich keiner Erklärung, denn keiner wird auf die Idee kommen, gegen einen kaputten Staubsauger zu kämpfen ("ich befehle dir: saug wieder ordentlich!"), sondern ihn reparieren (das geben, was er braucht).
Deshalb bin ich sehr erstaunt, daß die Allgemeinheit scheinbar davon ausgeht: wartet man lange genug, wird alles gut.
Spätestens im nächsten Leben.
Oder im Himmelreich.
Dabei funktioniert es nicht, hat vielleicht sogar nie funktioniert.
Egal. Wir warten. Vertreiben uns die Zeit mit dem Schreiben hochwertiger Lyrik und Poesie oder erfinden einen anderen Grund, sich nicht mit wichtigen Fragen zu beschäftigen und uns zu positionieren.
Beispiele:
1) Völkerrechtswidrige Kriege.
Der völkerrechtswidrige Krieg Rußland gegen die Ukraine führt zu Sanktionen gegen Rußland.
Der völkerrechtswidrige Krieg USA/Israel gegen den Iran führt zu keinen Sanktionen gegen USA und Israel.
Aus der Völkermord Israels in Gaza ergeben sich keine Sanktionen gegen Israel, ebenso nicht aus den Angriffe Israels auf anliegender Staaten, um deren Bevölkerung zu vertreiben, damit Groß Israel entstehen kann.
2) Demokratie.
Wahlen werden rückgängig gemacht, wenn das Ergebnis den regierenden Parteien nicht gefällt.
Staaten drohen anderen Staaten (eine Demokratie der anderen) mit schmerzlichen Konsequenzen, wenn bestimmte Parteien an die Macht kommen.
Alles, was das Volk braucht, um weiterhin in Wohlstand zu leben, wird Stück für Stück vernichtet.
Menschen aus anderen Regionen mit anderen Lebensweisen wurden und werden zu Millionen in Länder geholt, zu deren Kultur sie nicht passen, zu deren Wirtschaft sie nichts beitragen, außer die Gewinne der Flüchtingsindustrie zu erhöhen sowie die Kriminalstatistiken zu steigern.
3) Gesundheit.
Natürliche Heilverfahren werden verteufelt (verboten) und durch künstliche ersetzt, die meist mehr schaden als helfen.
Dabei ist die sogenannte Corona-Pandemie nur die Spitze des Eisberges.
Kann man sich bei den meisten Beispielen sich rausreden und behaupten, es geschieht für eine gute Sache ("Verteidigung der Demokratie", "Staat X hat Massenvernichtungswaffen, Atomwaffen, kann innerhalb von Minuten jeder Demokratie vernichten"), ist das bei der Corona-Plandemie nicht der Fall.
Offizielle Daten beweisen: es hat nie einen medizinischen Notstand gegeben, der auch nur eine Corona-Maßnahmen rechtfertigen kann.
Punkt.
Trotzdem sind die Verantwortlichen noch nicht zur Verantwortung gezogen, Ärzte, die sich weigerten, die Maßnahmen mitzutragen, immer noch in Haft, Geschädigte immer noch nicht entschädigt.
Und – das ist das Wichtigste –: es kann jederzeit wieder passieren.
Noch einmal im Kampf gegen einen Virus (Hanta-Virus?). Wegen des Klimas. Während einer Energiekrise.
Jederzeit.
Ist das die Demokratie, die ihr euch wünscht?
Oder ist diese Demokratie ein Grund für eure Sucht?