Die Kunst des inhaltsleeren Geschwafels
Text
von Wastl
Kommentare zu diesem Text
Darin bist Du der Meister, lieber Hehner.
Sind wir nicht alle in irgendetwas gut?
Nimmt man Texten die Form, erkennt man das wahre Wesen des Autors.
Kommentar geändert am 12.05.2026 um 01:26 Uhr
Welche Form?
Ein Text (Lyrik/Prosa) kann sehr schön geschrieben sein und trotzdem voller Haß, der sich jedoch hinter, unter der Form versteckt.
@ Verlo
Zum "versteckt sein" könnte man auch sagen, dass da vielleicht ein Leser etwas reingesteckt hat, was garnicht drin war, nur weil dessen Fantasie durchgegangen ist. Der Hass muss nicht vom Schreiber quasi versteckt worden sein, sondern kann aus dem Leser herausgeflossen sein. Nicht umsonst erfand man den Begriff "Interpretieren" und was lässt sich besser "interpretieren" als etwas was man "versteckt" glaubt erkannt zu haben? LG niemand
Zum "versteckt sein" könnte man auch sagen, dass da vielleicht ein Leser etwas reingesteckt hat, was garnicht drin war, nur weil dessen Fantasie durchgegangen ist. Der Hass muss nicht vom Schreiber quasi versteckt worden sein, sondern kann aus dem Leser herausgeflossen sein. Nicht umsonst erfand man den Begriff "Interpretieren" und was lässt sich besser "interpretieren" als etwas was man "versteckt" glaubt erkannt zu haben? LG niemand
Selbstverständlich, niemand.
Form und Inhalt müssen also nicht zwingend
zusammenpassen,
zusammenpassen,
In der Münchner Rhythmenlehre sprechen wir von der Anlage, die zur Gestalt (=viele Formen= Selbständigkeit) werden will, durch die Ereignisse, die uns das Schicksal jeweils serviert.
Das Nichtzusammenpassende entsteht durch zuviel Anpassung an die gesellschaftlichen Gegebenheiten, Laufbahnen etc.
Die An-Lage (Aszendent) ist immer der Standort oder Ausgangspunkt.
Fügt sich alles nach seiner Bestimmung, so wird die Gestalt eigenständig und vollkommen. was aber auf unserm Planeten höchst selten geschieht.
Lothar, man kann zB einen Mord und die dabei empfundene Freude so beschreiben, daß der Text (Lyrik/Prosa) höchsten Ansprüchen genügt.
Ergebnis: die Form ist ein Genuß, man kann nicht genug bekommen, der Inhalt ist eine Zumutung und schwer zu ertragen.
Für die meisten Leser wird Inhalt und Form nicht zusammenpassen.
Für wenige ist es das Meisterwerk, bei dem Inhalt und Form harmonisieren.
Ergebnis: die Form ist ein Genuß, man kann nicht genug bekommen, der Inhalt ist eine Zumutung und schwer zu ertragen.
Für die meisten Leser wird Inhalt und Form nicht zusammenpassen.
Für wenige ist es das Meisterwerk, bei dem Inhalt und Form harmonisieren.
Was ist Inhalt, wenn er nicht der Form entspricht? Vielleicht 'entfremdet'.
Aber davon bin ich gar nicht ausgegangen. Natürlich sind Inhalt und Form miteinander verknüpft, oder anders ausgedrückt: Sie sind miteinander verbunden.
Verbunden wie eine Schwangere, mit einem ihr völlig wesensfremdes Kind, das sie in sich trägt – die Mutter eine oder die Inkarnation des tugendhaften Philosophenkaisers Mark Aurel, das Kind dagegen eine oder die Inkarnation des leidenschaftlichen Hasshetzers Julius Streicher –, zugegeben, ein ungewöhnlicher Gedanke, mir fiel gerade kein anderer ein –, oder äußerlich ein schöner, ausdrucksstarker und redegewandter Mensch mit Charisma wie der Serienmörder Ted Bundy, doch innerlich zerrissen und seinen Trieben erlegen, Grausames zu tun.
Mein Beitrag zielte jedoch auf die inhaltslose Leere dieser Aussage. Sie ist eher einer Floskel oder Binsenweisheit zuzuordnen und bringt einen nicht weiter, wenn man über sie nachdenkt.
In einer Diskussion, ging ich davon aus, setzt sie keine guten Taten um, sondern wirkt nur philosophisch erkenntnisreich, was sie aber in Wirklichkeit gar nicht ist.
Erst durch die unterschiedlichen Weltanschauungen, die hier in den Kommentaren auf den Tisch gebracht wurden, scheint sie mir im Nachhinein doch noch für etwas nützlich zu sein.
Zumindest zu erkennen, wie sehr sich unsere Weltbilder voneinander unterscheiden.
Aber davon bin ich gar nicht ausgegangen. Natürlich sind Inhalt und Form miteinander verknüpft, oder anders ausgedrückt: Sie sind miteinander verbunden.
Verbunden wie eine Schwangere, mit einem ihr völlig wesensfremdes Kind, das sie in sich trägt – die Mutter eine oder die Inkarnation des tugendhaften Philosophenkaisers Mark Aurel, das Kind dagegen eine oder die Inkarnation des leidenschaftlichen Hasshetzers Julius Streicher –, zugegeben, ein ungewöhnlicher Gedanke, mir fiel gerade kein anderer ein –, oder äußerlich ein schöner, ausdrucksstarker und redegewandter Mensch mit Charisma wie der Serienmörder Ted Bundy, doch innerlich zerrissen und seinen Trieben erlegen, Grausames zu tun.
Mein Beitrag zielte jedoch auf die inhaltslose Leere dieser Aussage. Sie ist eher einer Floskel oder Binsenweisheit zuzuordnen und bringt einen nicht weiter, wenn man über sie nachdenkt.
In einer Diskussion, ging ich davon aus, setzt sie keine guten Taten um, sondern wirkt nur philosophisch erkenntnisreich, was sie aber in Wirklichkeit gar nicht ist.
Erst durch die unterschiedlichen Weltanschauungen, die hier in den Kommentaren auf den Tisch gebracht wurden, scheint sie mir im Nachhinein doch noch für etwas nützlich zu sein.
Zumindest zu erkennen, wie sehr sich unsere Weltbilder voneinander unterscheiden.
Schweigen kann man aus Klugheit, wie auch aus Dummheit.
Die Kunst ist das eine vom anderen zu unterscheiden.
!
LG TT
Die Kunst ist das eine vom anderen zu unterscheiden.
LG TT
Hui!!! Hut ab, das geht ja schon ins Konfuzianische!
Mersi und Liebe Grüße
Wastl
Mersi und Liebe Grüße
Wastl
Kunst ist, dumm zu sein und klug zu erscheinen.
Das zu erkennen, ist Menschenkenntnis.
Das zu erkennen, ist Menschenkenntnis.
Lesen lernen, ist nicht nur Kenntnis von ABC.
Lesen lernen. Ja, ein schöner aber auch gleichzeitig angstmachender Gedanke.
Lesen lernen als Angst einflößender Gedanke, und was ist schön daran fest zu stellen, dass man etwas noch nicht kann, also weder noch.
'Wenn schon das Gesprochene einem zu schaffen macht, wie wird es dann erst mit dem Gelesenen sein?', wär dann der Gedanke.
Also meiner Meinung nach, ist das für einen großen Prozentsatz der aus künstlerischen Motiven heraus geschriebenen Bücher überhaupt kein Problem. Anders in der Diskussion in einem sogenannten Literaturforum, und um ein hundertfaches verzwickter wird es bei Glaubensfragen.
Literatur/Kunst
Geht es um Form oder Inhalt.
Ich dachte mal, weniger ist mehr.
Den Texten, die ich hier veröffentliche, geht es um den Inhalt.
Die Realität, Wahrheit, ist selten schön ...
Geht es um Form oder Inhalt.
Ich dachte mal, weniger ist mehr.
Den Texten, die ich hier veröffentliche, geht es um den Inhalt.
Die Realität, Wahrheit, ist selten schön ...
Wenn Form und Inhalt Tango tanzen ...