sphären

Kurzgedicht

von  niemand



du hast die hülle abgelegt

ich habe sie begraben

es gibt jetzt einen ort

den wir gemeinsam haben


du schwebst dort

wie ein sommerwind

ich muss

mich mühsam regen


ich fühle

es wird zeit

auch meine 

abzulegen



Hinweis: Der Verfasser wünscht generell keine Kommentare von Reliwette, Tula und Saira.

Hinweis: Du kannst diesen Text leider nicht kommentieren, da der Verfasser keine Kommentare von nicht angemeldeten Nutzern erlaubt.

Kommentare zu diesem Text


 Moja (16.05.26, 17:12)
Klingt geheimnisvoll, auch etwas melancholisch, liebe niemand,
lässt viel Raum, gefällt mir sehr.
Nachdenklich grüßt Moja

 niemand meinte dazu am 16.05.26 um 18:18:
Freut mich, dass man es verschieden [geheimnisvoll/melancholisch]
lesen kann, liebe Moja. Mit liebem Dank und Grüßen zurück,
Irene

 Vaga (16.05.26, 18:00)
Die Seele (in diesem sehr privatsphärischen Gedicht, in dem die Grenzen des Seinsdenkens - vom LyrIch hin zum LyrDu - sanft überschritten werden) als Schwebling im Sommerwind bezeichnet zu sehen, lässt mich liebevoll schmunzeln. 
Denn wir alle können ja nur spekulieren, ob von uns noch etwas anderes bleibt als der Leib, der irgendwann als Hülle 'seine Schuldigkeit getan' hat und am Ende an einem eigens für ihn geschaffenen Ort zur wohlverdienten Ruhe gebettet werden kann. 
LG - Vaga

Kommentar geändert am 16.05.2026 um 18:01 Uhr

 niemand antwortete darauf am 16.05.26 um 18:17:
Ja, dieses "spekulieren" auf eine mögliche Leichtigkeit ist das war wir haben. Eine Hoffnung vielleicht ...  Herzlichen Dank! Du hast es gut erfasst. Mit lieben Grüßen zurück, Irene

 Moppel (16.05.26, 18:15)
geheimnisvoll, liebe Irene. Die meisten aber können nicht aus ihrer Haut raus...
lG von M.

 niemand schrieb daraufhin am 16.05.26 um 18:21:
Aus der eigenen Haut herauszuschlüpfen/sie ablegen, das können
in der Tat nur wenige. Ich weiß nicht ob ich es kann, liebe Monika.
Die eigene Haut klebt an einem ... ob man will, oder nicht ...
Mit lieben Grüßen und Dank, Irene
Zur Zeit online: