manchmal
hebt sich der blick
so weit
dass er
den sternen folgt
er wandert
durch die dunkelheit
von einem glanz
zum nächsten
zählt
was unerreichbar scheint
und liebt
das ferne
als läge dort
die antwort
auf alles
und dabei vergisst er
dass auch die erde
lichter trägt
kleine
aus blütenblättern
und tau
sie warten nicht
am rand des universums
sie wachsen
zwischen gräsern
an wegrändern
in ritzen
zwischen steinen
sie öffnen sich
dem morgen
ohne applaus
und schließen sich
dem abend
ohne klage
eine margerite
im ersten licht
ein kleefeld
nach dem regen
der schimmer
auf einem spinnenfaden
das gold
einer butterblume
im wind
sie leuchten
nicht höher
nur näher
doch vielleicht
ist gerade das
ihr geheimnis
dass sie nicht
erobert werden wollen
nach uns rufen
sondern einfach
da sind
still
und selbstverständlich
als wüssten sie
etwas
das wir immer wieder
vergessen
dass das staunen
nicht erst
am himmel beginnt
sondern dort
wo unsere füße
die erde berühren