Aus der Art gefallene Vorstellungen des wirklichen Lebens
Petra, die Frau vom Nachbarn
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Wo bleibt eigentlich die Auseinandersetzung mit dem Werk?
Petra,
die Frau vom Nachbarn,
Beobachtet die Kommentare,
eines Forums.
Sie fragt sich:
Wo bleibt eigentlich die Auseinandersetzung mit dem Werk?
Es ist geradezu faszinierend: Kaum liegt ein Text offen vor, der die Mechanismen der Kleingeistigkeit seziert, treten die Protagonisten vor den Spiegel und führen genau das Beschriebene live auf.
Die Zeilen erhalten die prompte, empirische Bestätigung der Worte:
„Sie speichert / den Hochmut, / die Häme, / die Lust, / einen Menschen kleiner zu machen.“
Jemand, der es nötig hat,
andere abzuwerten,
nur um sich selbst künstlich zu erhöhen,
muss von einer tief sitzenden,
existenziellen Angst und Unsicherheit getrieben sein.
Einem solchen Wesen liegt logischerweise überhaupt nichts am literarischen Austausch.
Es geht hier einzig und allein um das Ausleben der eigenen Boshaftigkeit.
Die Sprache hat es bereits gespeichert.
Die Kleingeistigkeit hat sich ihr eigenes Zeugnis ausgestellt.
[Wenn wundert es,
wenn Werke wegen solchen Menschen, (?), nicht kommentierbar sind?]
Es wurde wohl schon zur rechten Zeit,
an der Bildung,
der Schulung des Intellekts,
gespart.
Einfältige Menschen lassen sich einfacher (ver) führen ...
Manchmal,
aber nur manchmal,
soll es an der Intelligenz liegen ...
Die Karawane zieht weiter ...
© EVdR 06_2026