Soldatenfriedhof
Kurzgedicht
von Redux
Kommentare zu diesem Text
Teo (73)
(08.06.26, 06:04)
(08.06.26, 06:04)
Dieser Kommentar ist nur für eingeloggte Benutzer lesbar.
Ich weiß: es ist einThema, dass uns mehr denn je beschäftigen wird und es ist zum Heulen, dass es sich scheinbar immer wieder wiederholt...
Es hat immer welche gegeben, die gehn herum und sagen: ›Einmal hört der Krieg auf.‹ Ich sag: daß der Krieg einmal aufhört, ist nicht gesagt. Es kann natürlich zu einer kleinen Paus kommen. Der Krieg kann sich verschnaufen müssen, ja, er kann sogar sozusagen verunglücken. Davor ist er nicht gesichert, es gibt ja nix Vollkommenes allhier auf Erden.
Quelle: Mutter Courage und ihre Kinder von Bertolt Brecht
Quelle: Mutter Courage und ihre Kinder von Bertolt Brecht
sehr wahr, Mutter Courage...
Teo hat Recht.
Der Nachwuchs steht infront!
Sogar freiwillig - nur gaaanz wenig manipuliert ...
Der Nachwuchs steht infront!
Sogar freiwillig - nur gaaanz wenig manipuliert ...
Still gestanden,
nichts verstanden.
Gruß
Ekki
nichts verstanden.
Gruß
Ekki
Das ist ein sehr eindringlicher Text.
Vielen Dank ihr drei, es ist ein Dilemma, dass wie ein Fluch ist. Krieg holt uns immer wieder heim und wir müssen uns diesem Dilemma wohl oder übel stellen....
2011 verabschiedeten wir die Wehrpflicht von sehr beruhigenden Gefühlen begleitet. Heute sollen unsere Jahrgänge ab 2008 zur Wehr verpflichtet werden wenn es nicht genügend Freiwillige gibt.
Eine sehr traurige Entwicklung die Du generationenübergreifend in wenige Zeilen verpackt hast. All die Gefühle die dahinter stecken nicht mit einem Wort erwähnt und doch erreichen sie mich als Leserin: getroffen, versenkt. Beeindruckt Nuna
Eine sehr traurige Entwicklung die Du generationenübergreifend in wenige Zeilen verpackt hast. All die Gefühle die dahinter stecken nicht mit einem Wort erwähnt und doch erreichen sie mich als Leserin: getroffen, versenkt. Beeindruckt Nuna
Als wenn Herbert gedient hätte.
Hinfort oh göttliches Schnabeltier, nehmt Euch einen eigenen Kommentarstrang.
Bin ich Gott? Scheint so.
Ich habe gedient. Ich war aber ganz oft Arsch der Woche, was mir einen GvD- Wochenenddienst nach dem anderen bescherte. Mal aus Trotteligkeit, mal weil ich mich widersetzte.
Und danach Dachdecker, ich glaube Dir kein Wort mehr und bin enttäuscht.
Ich glaube dir auch nicht mehr. Glaubte bis heute Nachmittag, du bist Gott. Stimmte nicht. In welch einer fragile Welt leben wir, Aaron?
Ich bin Gott.
Redux hat geschrieben:
GvD
Gefreiter vom Dienst?
Das heißt Befehlsgewalt.
Gefreiter ist nicht nur einfach Wehrdienst bei der Bundeswehr, sondern sogar befördert.
Redux, wie willst du glaubhaft machen, daß du heute, da der Druck immer größer wird, nicht auch wieder ein Rädchen im Getriebe sein würdest?
Wir sind alle Rädchen im Getriebe.
Damals waren die 15 Monaten lästig und nutzlos und kaum gefährlich. Gefreiter wurde nahezu jeder.
Ich bin grundsätzlich für Frieden, aber nicht um jeden Preis. Ich bin kein Pazifist.
Wenn das Schiksal es will, muss man sich wehren.
Mit dem Bösen diskutiert und verhandelt man nicht, man verwehrt sich dagegen.
Das klingt bisweilen widersprüchlich, dass jemand, der Frieden möchte, tatsächlich fürs Kämpfen plädiert. Es ist Schiksal in reinster Form, dem man nicht ausweichen kann.
Damals waren die 15 Monaten lästig und nutzlos und kaum gefährlich. Gefreiter wurde nahezu jeder.
Ich bin grundsätzlich für Frieden, aber nicht um jeden Preis. Ich bin kein Pazifist.
Wenn das Schiksal es will, muss man sich wehren.
Mit dem Bösen diskutiert und verhandelt man nicht, man verwehrt sich dagegen.
Das klingt bisweilen widersprüchlich, dass jemand, der Frieden möchte, tatsächlich fürs Kämpfen plädiert. Es ist Schiksal in reinster Form, dem man nicht ausweichen kann.
Redux hat geschrieben:
Ich bin grundsätzlich für Frieden, aber nicht um jeden Preis. Ich bin kein Pazifist.
Wenn das Schiksal es will, muss man sich wehren.
Mit dem Bösen diskutiert und verhandelt man nicht, man verwehrt sich dagegen.
Wenn das Schiksal es will, muss man sich wehren.
Mit dem Bösen diskutiert und verhandelt man nicht, man verwehrt sich dagegen.
Kein Mal. Aber das habe ich ja auch nicht thematisiert oder in Frage gestellt. 2026 sehe ich uns sicherlich nicht als Aggressor oder Kriegstreiber. Im Kontext mit meinem Gedicht möchte ich allerdings weder mit dir oder irgendeinem anderen darüber eine Diskussion führen.
Redux, dann hatte ich dich richtig verstanden.
Auch mit der Aussage deines Gedichtes.
Ich akzeptiere deine Sicht und werde meine (hier unter deinem Text) nicht mehr entgegenstellen.
Redux, gern würde ich alle meine Kommentare unter deinem Text löschen, aber leider geht das nicht.
Auch mit der Aussage deines Gedichtes.
Ich akzeptiere deine Sicht und werde meine (hier unter deinem Text) nicht mehr entgegenstellen.
Redux, gern würde ich alle meine Kommentare unter deinem Text löschen, aber leider geht das nicht.
Antwort geändert am 12.06.2026 um 10:49 Uhr
Hallo Herbert!
Dieses Gedicht hat mich tief berührt. Es kommt ohne große Worte aus und gerade deshalb entfaltet es eine starke Wirkung.
Besonders die Vorstellung der Soldaten, die „noch immer in Reih und Glied“ stehen, hat sich mir eingeprägt. Der militärische Befehl des Stillstehens wird hier zu etwas Endgültigem. Die Männer sind nicht mehr Soldaten, und doch scheint der Krieg sie noch immer festzuhalten.
Sehr eindrucksvoll finde ich auch das Bild der „neunzigjährigen Sonne“. In wenigen Worten wird spürbar, wie viel Zeit vergangen ist. Namen verwittern, Zahlen verblassen, selbst die Tränen der Angehörigen sind längst getrocknet. Und doch bleibt etwas zurück.
Am meisten bewegt mich die letzte Strophe. Der Wind wird zu einer Stimme, die über Generationen hinweg reicht. Es ist, als würde die Erinnerung selbst versuchen, den Kontakt nicht abreißen zu lassen – hinüber zu den Urenkeln, die diese Menschen nie kennengelernt haben und deren Leben dennoch von ihrer Geschichte berührt wird.
Für mich ist das Gedicht nicht nur ein Text über einen Soldatenfriedhof. Es ist auch ein Gedicht über Zeit, Erinnerung und darüber, wie lange die Schatten eines Krieges reichen. Still, würdevoll und sehr nachdenklich...
Liebe Grüße
Anne
Dieses Gedicht hat mich tief berührt. Es kommt ohne große Worte aus und gerade deshalb entfaltet es eine starke Wirkung.
Besonders die Vorstellung der Soldaten, die „noch immer in Reih und Glied“ stehen, hat sich mir eingeprägt. Der militärische Befehl des Stillstehens wird hier zu etwas Endgültigem. Die Männer sind nicht mehr Soldaten, und doch scheint der Krieg sie noch immer festzuhalten.
Sehr eindrucksvoll finde ich auch das Bild der „neunzigjährigen Sonne“. In wenigen Worten wird spürbar, wie viel Zeit vergangen ist. Namen verwittern, Zahlen verblassen, selbst die Tränen der Angehörigen sind längst getrocknet. Und doch bleibt etwas zurück.
Am meisten bewegt mich die letzte Strophe. Der Wind wird zu einer Stimme, die über Generationen hinweg reicht. Es ist, als würde die Erinnerung selbst versuchen, den Kontakt nicht abreißen zu lassen – hinüber zu den Urenkeln, die diese Menschen nie kennengelernt haben und deren Leben dennoch von ihrer Geschichte berührt wird.
Für mich ist das Gedicht nicht nur ein Text über einen Soldatenfriedhof. Es ist auch ein Gedicht über Zeit, Erinnerung und darüber, wie lange die Schatten eines Krieges reichen. Still, würdevoll und sehr nachdenklich...
Liebe Grüße
Anne
Liebe anne,
vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich, dass mein Gedicht dich so berührt hat. Die Idee dazu kam ganz spontan, als ich mit meinem Wagen vor einer Ampel stand und mein Blick nach rechts auf einen dieser Friedhöfe fiel und mir bewustt wurde, wie die Kreuze plaziert sind: in einer Linie, wie mit dem Lineal gezogen, so gerade, wie sie zu Lebzeiten marschiert sind oder nach Befehl stille standen.
Und auch, dass sich alles wiederholt, dass schon wieder die Gefahr eines Krieges größer denn je sit.
Es ist zum Heulen!
vielen Dank für deinen Kommentar. Es freut mich, dass mein Gedicht dich so berührt hat. Die Idee dazu kam ganz spontan, als ich mit meinem Wagen vor einer Ampel stand und mein Blick nach rechts auf einen dieser Friedhöfe fiel und mir bewustt wurde, wie die Kreuze plaziert sind: in einer Linie, wie mit dem Lineal gezogen, so gerade, wie sie zu Lebzeiten marschiert sind oder nach Befehl stille standen.
Und auch, dass sich alles wiederholt, dass schon wieder die Gefahr eines Krieges größer denn je sit.
Es ist zum Heulen!
Vergessen? Verdrängt?
1999 ist die Sonne bereitsuntergegangen gestorben.
Sie ist nur 63 Jahr alt geworden.
Den Todesstoß hat ihr der grüne Außenminister Joseph Fischer gegeben, seinem Namensvetter nacheifernd (sinngemäß):
"Wir wollen nie wieder Krieg. Aber wir wollen auch nie wieder Auschwitz."
Und hat deutsche Soldaten in den Kosovo-Krieg geschickt. Das war der ersten Kriegseinsatz deutscher Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg.
Danach (unter anderem):
– Libyen-Krieg,
– Deutsche Giftgas-Lieferung an den Irak, als er noch Liebling der Demokratie war, um Iraner zu vergasen.
– Irak-Krieg
– 20 Jahre Afghanistan-Krieg.
– Vier Jahre Krieg in der Ukraine gegen Rußland.
Wehrpflicht und Mobilmachung gegen Rußland ist folgerichtig und nicht mehr aufzuhalten.
Finnland ist bereit, Atomwaffen im Land zu lagern und zu stationieren.
Bis vor wenigen Monaten waren Finnland und Schweden nicht in der NATO.
Die Demokratie rückt dem Russen mit Waffen ganz dicht auf den Pelz, nicht um mit ihm zu handeln, sondern um ihn zu töten.
Bestimmt wird die Propaganda das als Friedensmission loben, als nötig, um die Demokratie zu schützen, damit es nie wieder Faschismus gibt.
#
Leider kann ich nicht dichten.
Sonst würde ich Reime schreiben, die wie Fäuste zuschlagen, Hirne erschüttern, bis man begreift und bereit sind für den totalen Kampf gegen die Kriegstreiber.
1999 ist die Sonne bereits
Sie ist nur 63 Jahr alt geworden.
Den Todesstoß hat ihr der grüne Außenminister Joseph Fischer gegeben, seinem Namensvetter nacheifernd (sinngemäß):
"Wir wollen nie wieder Krieg. Aber wir wollen auch nie wieder Auschwitz."
Und hat deutsche Soldaten in den Kosovo-Krieg geschickt. Das war der ersten Kriegseinsatz deutscher Soldaten nach dem Zweiten Weltkrieg.
Danach (unter anderem):
– Libyen-Krieg,
– Deutsche Giftgas-Lieferung an den Irak, als er noch Liebling der Demokratie war, um Iraner zu vergasen.
– Irak-Krieg
– 20 Jahre Afghanistan-Krieg.
– Vier Jahre Krieg in der Ukraine gegen Rußland.
Wehrpflicht und Mobilmachung gegen Rußland ist folgerichtig und nicht mehr aufzuhalten.
Finnland ist bereit, Atomwaffen im Land zu lagern und zu stationieren.
Bis vor wenigen Monaten waren Finnland und Schweden nicht in der NATO.
Die Demokratie rückt dem Russen mit Waffen ganz dicht auf den Pelz, nicht um mit ihm zu handeln, sondern um ihn zu töten.
Bestimmt wird die Propaganda das als Friedensmission loben, als nötig, um die Demokratie zu schützen, damit es nie wieder Faschismus gibt.
#
Leider kann ich nicht dichten.
Sonst würde ich Reime schreiben, die wie Fäuste zuschlagen, Hirne erschüttern, bis man begreift und bereit sind für den totalen Kampf gegen die Kriegstreiber.
Kommentar geändert am 11.06.2026 um 15:48 Uhr
Kriege wird es immer wieder geben, Verlo.
Vielleicht, Aber.
Wenn Deutschland endlich aufhört, Kriege zu führen, ist das ein besserer Anfang als Energiewende.
Kriegstreiber identifizieren und dann die Methoden unserer amerikanischen Freunde konsequent anwenden. Weltweit.
Jeder, der nur daran denkt, Krieg anzetteln oder damit Geld zu verdienen, muß sofort wissen: wenn die Allianz für Frieden das herausfindet, werde ich aus dem Spiel genommen.
Mit KI als Waffe, gibt es kein Entkommen.
Wenn Deutschland endlich aufhört, Kriege zu führen, ist das ein besserer Anfang als Energiewende.
Kriegstreiber identifizieren und dann die Methoden unserer amerikanischen Freunde konsequent anwenden. Weltweit.
Jeder, der nur daran denkt, Krieg anzetteln oder damit Geld zu verdienen, muß sofort wissen: wenn die Allianz für Frieden das herausfindet, werde ich aus dem Spiel genommen.
Mit KI als Waffe, gibt es kein Entkommen.
Deutschland führt keine Kriege, sondern verschuldet sich zum Untergang.
Ich habe Zivildienst gemacht, war aber mehr mit dem Krieg verbunden als mir lieb war. Ich bezeichne mich als sekundäres Kriegskind. Mein Vater musste als 17-jähriger in den Krieg ziehen, wurde schwer verwundet und war sein Leben lang traumatisiert, worunter wir sehr gelitten haben. Gerade aufgrund dieser und anderer familiärer Erfahrungen (mein Onkel hat sich in die Ferse geschossen und saß dann in der Festung Bautzen)habe ich den Kriegsdienst verweigert und einen sehr sinnvollen Zivildienst in der Gärtnerei einer einer Behindertentagesstätte gemacht. Ob ich heute noch einmal verweigern würde oder zum Bund ginge, kann ich gar nicht sagen. Die Zeiten haben sich geändert. Die Sonne meines Vaters wäre übrigens in diesem Jahrhundert geworden. Das sind alles Dinge, an die ich während dieses Textes gedacht habe.
Ein eindringlicher Kommentar. Auch meine Frau ist ein sekundäres Kriegskind. Ihre Mutter musste mit 10 Geschwistern und Eltern aus dem Sudetenland fliehen und hat schlimme Dinge gesehen und durchlitten und auch weitergegeben...
Musste sie den Todesmarsch aus Brünn mitmachen? Darüber habe ich ein sehr eindringliches Buch gelesen, in dem die Enkelin die Spuren ihrer Vorfahren wandernd verfolgt und den selben Weg geht.
PS.:
Schade, dass hier einige das Gedicht als Forum für politisches Geblubbere missbrauchen. Damit bist du natürlich nicht gemeint.
PS.:
Schade, dass hier einige das Gedicht als Forum für politisches Geblubbere missbrauchen. Damit bist du natürlich nicht gemeint.
Antwort geändert am 12.06.2026 um 08:44 Uhr
Antwort geändert am 12.06.2026 um 08:45 Uhr