Abitreffen

Erzählung

von  minze



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wenn dein gesicht forschend ist, dann ist es jetzt mit einer freude so und unverstellt, du sitzt aber bald hier, dann dort und ich räume mich unterschiedlich auf, ordne mich den einen und den andern zu, suche immer wieder, ob ich zu dir sitzen kann.

als du mit mir redest, treffen mich deine fragen gleich ganz und ich bin angefasst, ich bitte dich, die frage zu wiederholen, ein bisschen schwankend, ein wenig verunsichert, aber ich begreife, dass ich darüber reden will, dass ich es nochmal hören und sagen will, es geht vorbei an dem, was langläufig besprochen wird und du fasst mich an damit.



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später bist du mit so vielen leuten im gespräch, wie du in deiner ganzen schullaufbahn nicht gesprochen hast. du sagst, damals hast du beobachtet.

irgendwas ist gelöst in dir. dein weiches, volles, sanftes forschen ist ganz da. du warst nie desinteressiert, du bist einfach scheu gewesen und ich finde dich noch schöner ohne das scheue, denn die vorsicht ist geblieben. du bist weich und offen. es ist erst einfach, dass wir reden, dann ist es soviel einfacher, dass ich verblüfft bin und es sind noch dreiundfünfzig andere da.


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manchmal stelle ich mich wie in eine schlange, dann warte ich, ich frage mich, ob ich dir erzählen soll von meiner zuneigung, ob wir unser gespräch weiterführen können, irgendwann tanzen wir in der runde und deine bewegungen sind wie damals, gut, so gut.


du sitzt abseits mit chrissi und mit ihr tanzt du auch so, dass eure hände sich berühren, da komme ich nicht an, ich warte aber ich warte auch auf nichts mehr. ich nehme beim tanzen, einmal berühren wir uns, als wir uns wild in die mitte werfen, ich nehme mein namensschild ab und sehe mich meine telefonnummer draufzuschreiben, das dir zu geben, zuzustecken, ich sehe mich mich hinsetzen, rausgehen, warten, ob du dazukommen wirst, ich sehe mich mit dieser bescheuerten großen frage, ob du gemerkt hast, dass ich dich gut fand und dann nur mit der bemerkung, dass ich in dich verknallt war, so etwas in der art, dann wundere ich mich, weil die gedanken immer einfacher werden. dabei habe ich nicht getrunken, du hast getrunken, es ist vielleicht auch deswegen gut, dass ich es nicht sage und ich finde keinen meter den moment alleine. und keinen meter einen anschluss an einen meiner ideen, was ich sagen kann.


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du liegst weich in meinem gesicht, ich komm nicht weiter, schließlich gehe ich unerledigter dinge und als ich bei meinen eltern ankomme schlafe ich in meinem ehemaligen zimmer in meinem ehemaligen bett und mache es mir so ehemalig aber mit einer gelösten, neuen, sicheren, gereiften form von dir in meinem kopf und darüber legt sich eine selige ruhe. wie eine dankbarkeit.



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