Als die Straßenbahn zweimal ungeduldig bimmelte

Anekdote zum Thema Lebensweg

von  Bluebird

Ich war mit dem Fahrrad in mäßiger Geschwindigkeit und ohne Helm auf einer Straße im Düsseldorfer Norden unterwegs. Es hatte ein leichter Nieselregen eingesetzt, aber ich hatte eh mein Ziel fast erreicht.

  Normalerweise bin ich ein sehr umsichtiger und vorsichtiger Fahrer, aber den nass gewordenen Ölfleck auf der Fahrbahn sah ich zu spät. Das Fahrrad rutschte weg und ich knallte mit dem Rücken auf eine scharfe Bordsteinkante, knapp 10 Zentimeter neben einem Eisenpfosten.

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   „Alles in Ordnung?“ fragte ein besorgter Passant. Ich nickte: „Ja, ist alles okay!“


Der Fahrer einer um die Ecke biegenden Straßenbahn war offensichtlich nicht dieser Ansicht. Sein zweimaliges ungeduldiges Bimmeln enthielt die unmissverständliche Botschaft: „Steh auf und schaff das Rad von der Fahrbahn. Du hältst den Verkehr auf!“

   Etwas angewidert über so viel „Mitgefühl“ stand ich mithilfe des Passanten auf und entfernte mein Fahrrad von der Straße. Es war genauso wenig beschädigt wie ich selber. Wir waren beide mit dem Schrecken davon gekommen.

   Gleichwohl war es sehr knapp gewesen. Wäre ich mit dem Kopf auf die Bordsteinkante oder vor den Eisenpfosten geknallt, wäre vermutlich mindestens ein schwerer Schädelbruch die Folge gewesen.

   Hatte da ein Schutzengel aufgepasst? Ich gehe mal davon aus!



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