Kann Werbung narzistisch sein?

Alltagsgedicht zum Thema Absurdes

von  Moppel


 

Ich bin dein edles Seiferl,

ich bin das Duschgel-Schleiferl

in deinem dünnen Haar.

Ich mach es voll, so wie’s mal war.

 

Kommst du ins Bad, das trägt

nur meinen Duft, ihn hegt,

umschmeicheln Moschus dich und Oud.

Das tut der Männerseele gut.

 

Ich kann ganz dolle Schaum – aah!

 Ich seif dich richtig ein da,

wo du’s am liebsten hast.

Bis du den Bus verpasst.

 

Vor Duschen, Duschen. Duschen.

Selbst deine Lieblingspuschen,

die riechen schon nach mir.

In Schritt und Tritt bin ich bei dir.

 

Anm. der Redaktion:

Wir weisen darauf hin, dass dies Werbung war, denn:

 

Nur die Kollegin im Büro

macht die Entwicklung nicht so froh.

Sie schimpft, als wäre er ein Kind:

Mensch, dusch dich mal. Du stinkst wie’n Rind…

 

 



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Kommentare zu diesem Text


 niemand (19.06.26, 11:13)
@ Moppel
Ein Gedicht welches den faulen Zauber der Werbewelt entlarvt     :D
Nur die letzte Zeile beleidigt die Rinder, weil der Mensch kann 
schlimmer stinken und das im doppelten Sinne   
Mit lieben und lachenden Grüßen, Irene    ;)

Kommentar geändert am 19.06.2026 um 11:13 Uhr
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