Um Haaresbreite am Tod vorbeigeschrammt

Anekdote zum Thema Lebensweg

von  Bluebird

Ein zweites einschneidendes Erlebnis - ich möchte hier durchaus von einer frühen Gotteserfahrung sprechen -  ereignete sich im Alter von fünf oder sechs Jahren.


Mein gleichaltriger Freund Elmar und ich hatten beschlossen, von unserer Siedlung rüber auf die große Wiese zu wechseln. Als wir die dazwischen liegende schon erwähnte Dorfstraße erreichten, blieb ich stehen, da ich von links ein Auto herannahen sah.     Zu meiner großen Überraschung und jähem Entsetzen sah ich meinen Freund die Fahrbahn betreten. Und dann ging alles ganz schnell. Als Elmar das mit hoher Geschwindigkeit herankommende Fahrzeug gewahr wurde, rannte er los. Genau dorthin, wohin der Wagen inzwischen auch unterwegs war. Der Zusammenprall schien unvermeidlich.

    In höchster Not schrie ich: “ELMARRR!!!“, woraufhin er abrupt stoppte und wendete. Wiederum dorthin, wo nun seinerseits der Fahrer vorbeizukommen versuchte.     Elmar entging um Haaresbreite – und das kann man bildlich nehmen – dem Tode. Der Fahrer „entkam“ mit quietschenden Reifen und noch einmal richtig Vollgas gebend. Für einige Sekunden standen Elmar und ich schwer geschockt da. Dann trennten wir uns wortlos und gingen heim. Wir hatten beide kurz dem Tode ins Auge geblickt und begriffen wie schnell alles vorbei sein kann. Gleichzeitig hatte zumindest ich intuitiv verstanden, dass irgendjemand - eine höhere Macht - Elmar beschützt hatte.
  Manche sprechen hier ja gerne vom Zufall und vom unwahrscheinlichem Glück, was man gehabt habe. Der Verstand mag dafür auch manche Gründe finden, aber das Herz weiß es besser!



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