Sich im Licht häuten

Text

von  blauefrau

Am äußeren Rand lauern auf das,

Was innen geschieht

Pupillen über die Zwischenmauern: werfen

Den Geruch der Leiber dazwischen: riechen

Das Pingpong der Echos zwischen den Wänden: hören

Zum Glück: drängen

Durch bleiche Löcher in gelbverdreckten Mauern

Vorankriechen wie ein Wurm

Zerrissene Glieder erneuern

Die innere Mauer durchdringen

Sich im Licht häuten

Die letzte Haut in die Menge werfen

Roh und verletzbar stehen

In der Mitte und im Radar

Talente vorzeigen und Bärenführer verführen

Gelegentlich den Bogen überspannen und

Einen Pfeil an den Rand treiben.

 



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Kommentare zu diesem Text


 AchterZwerg (18.07.26, 11:41)
Vor Publikum zu lesen oder gar eine Rede zu halten, ist keine Kleinigkeit.
Treffen aber die entsendeten Wortpfeile - werden wir tausenfach für alle Unbill entschädigt! 

Äscht jelungen!  :)

 HannaScotti (02.08.26, 20:59)
Roh und verletzbar stehen
und gelegentlich den Bogen überspannen
und dennoch präsent bleiben.

ein eindringliches Gedicht, 
es geht unter die Haut.
LG Hanna

Kommentar geändert am 03.08.2026 um 03:10 Uhr

Kommentar geändert am 03.08.2026 um 03:10 Uhr
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