Mehr und mehr setzt sich heute im Umgang von Menschen miteinander eine seltsame und befremdende Denkweise durch. Bei Differenzen kommt schnell Folgendes:
Wer sich Abwägung erlaubt,
der ist ein Verräter.
Wer sich nicht entscheiden will, ohne alles schwarz auf weiß vor sich zu haben,
der ist ein Querulant.
Wer Zweifel anmeldet,
der ist ein Denunziant.
Wer kritisiert,
der ist ein Neider.
Wer nicht auf meiner Seite steht,
der steht auf der eines anderen.
Woher kommt solch eine Denke? Angst, Unsicherheit oder gerade vom Gegenteil Machtgier, Narzissmus? Weiß es jemand? Ich weiß es nicht.
Im Schlepptau aber hat solche Denke immer Spaltung, Feindschaft, Ausgrenzung und letztlich die Einschränkung der Meinungsfreiheit jener, die grundsätzlich nie einfach in einer Spur laufen wollen. Egal, um wen oder was es geht.
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