Der Ruheforst-Horst
Der Ruheforst, der Ruheforst,
der wär für Horst zu kriegen,
und wenn er keine Urne will,
dann darf er vielleicht liegen.
Als Horst die netten Leute fragt,
die diesen Forst betreiben,
da schütteln diese gleich den Kopf:
„Das lassen wir schön bleiben!
Denn Tiere nehmen Witt’rung auf
bei zuviel Fleisch im Boden.
Nun stellen Sie sich doch mal vor,
die scharren an den …!“
Das überzeugt den Horst sofort,
er muss nun nicht mehr suchen.
Es fällt ihm plötzlich gar nicht schwer,
die Urne sich zu buchen.
Trotz des Gebots der Sparsamkeit
für sich und seine Mannen
wählt er den allerschönsten Platz,
erschwinglich, unter Tannen.
Zum Glück bleibt er ja hoffentlich
noch lange auf der Erde.
Im Stillen aber freut er sich
auf neues Stirb und Werde.
Der Platz, den er sich ausgewählt,
wird blühen und gedeihen,
und seine Seele wird sich schnell
vom Trennungsschmerz befreien,
viel schneller, als so mancher glaubt;
das fühlt er tief im Herzen.
Bei solcher Ahnung hat der Horst
schon jetzt kaum Abschiedsschmerzen.