Der Ruheforst-Horst

Text

von  Nanna

 

Der Ruheforst-Horst


Der Ruheforst, der Ruheforst,

der wär für Horst zu kriegen,

und wenn er keine Urne will,

dann darf er vielleicht liegen.


Als Horst die netten Leute fragt,

die diesen Forst betreiben,

da schütteln diese gleich den Kopf:

„Das lassen wir schön bleiben!


Denn Tiere nehmen Witt’rung auf

bei zuviel Fleisch im Boden.

Nun stellen Sie sich doch mal vor,

die scharren an den …!“


Das überzeugt den Horst sofort,

er muss nun nicht mehr suchen.

Es fällt ihm plötzlich gar nicht schwer,

die Urne sich zu buchen.


Trotz des Gebots der Sparsamkeit

für sich und seine Mannen

wählt er den allerschönsten Platz,

erschwinglich, unter Tannen.


Zum Glück bleibt er ja hoffentlich

noch lange auf der Erde.

Im Stillen aber freut er sich

auf neues Stirb und Werde.


Der Platz, den er sich ausgewählt,

wird blühen und gedeihen,

und seine Seele wird sich schnell

vom Trennungsschmerz befreien,


viel schneller, als so mancher glaubt;

das fühlt er tief im Herzen.

Bei solcher Ahnung hat der Horst

schon jetzt kaum Abschiedsschmerzen.



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