Astronomie

Sonett

von  Quoth

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Geborgenheit in kosmischen Gesetzen 
mag dieser Alte wohl gefunden haben, 
kontemplativen Geistes Stillergötzen 
die Seele ihm und seiner Freundin laben. 
Geruhsam hält in Händen sie's Modell 
der Ätherkugel, drin die Erde schwimmt, 
und ihren Busen schmückt das Antlitz hell 
des Gottes, der das Leben schenkt und nimmt. 
O Wonnetraum gelungener Synthese 
von Geist und Sinnlichkeit, von Jung und Alt, 
von Mann und Weib, Erfüllung und Askese, 
von Leibgedanke und von Traumgestalt! 
     Wie gern ich dieses offene Gemach 
     mit dir bewohnte, das uns Goltzius stach!


Ardua stelliferi perlustro sydera coeli, 
Et ruteli scrutor sublimes (a)etheris orbes. 

Hohe Sterne betrachtend am reich gestirnten Himmel, 
Prüfe ich die erhabnen Kreise des purpurnen Aethers nach. 




Anmerkung von Quoth:

Sonnet zum letzten Stich der Serie "Die sieben freien Künste" nach Goltzius.

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