Dialektik

Sonett

von  Quoth

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Dass aus dem Nichts das Sein hervorgetreten,
mit ihm zum Werden sich vereinigt habe,
mit welchen fast ekstatischen Gebeten
empfingen wir des großen Hegel Gabe!
Wie schlagend schien, unwiderleglich
das Folgern dieser ungeheuren Kunst,
wir folgten ihr, gelenkig und beweglich,
erfüllt von scharfer Argumente Brunst.
Bemerkten nicht, wie man uns sanft verführte,
erkannten nicht Luzifers Hörnerhaupt,
begriffen erst, dass Wahrheit pervertierte,
als wir entwurzelt waren und beraubt.
     Ich werf den Kinderglauben über Bord:
     Gesetz der Wahrheit mündete in Mord.

Discerno a falso conto discrimine verum, 
Res dubiae per me docta ratione probantur. 


Ich scheide erkennend vom Falschen das Wahre, 
Beweise Zweifelhaftes mit kluger Begründung.




Anmerkung von Quoth:

Sonnet zur Dialektik aus den artes liberales nach Hendrick Goltzius

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