Musik

Sonett

von  Quoth

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Die Schönheit, die, für Ohren nur geboren, 
befriedigt unsern seelentiefsten Sinn, 
taut auf den Lebensmut, der eingefroren, 
verschafft dem Geiste höchsten Lustgewinn: 
So sinnenfroh, ist sie der Math’matik 
geheimnisvoll verwandt in Brüchen, Zahlen, 
und malt uns aus die himmlische Musik 
des Paradieses und der Hölle Qualen. 
Gekrümmt die Finger für das Tastenspiel – 
gewann nicht unsre Lizzy so das Herz 
von Mr. Darcy, der in Lieb‘ verfiel, 
als Lust und Pein sie einschmolz Terz auf Terz? 
     Oft lächerlich beim reinen Tonerzeugen, 
     vor dieser Kunst bleibt nur, das Knie zu beugen.

Iucundo tristes oblecto carmine mentes 
Depelloque graves curas relevoque labores. 


Ich ergötze mit frohem Gesang traurige Gemüter, 
Vertreibe schwere Sorgen und erleichtre die Mühen
.



Anmerkung von Quoth:

Sonnet zum Stich "Musik" aus dem Zyklus die sieben artes liberales (sozusagen das Grundstudium vor entweder Jurispridenz, Medizin oder Theologie) nach Goltzius (Ende 16. Jahrhundert).

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Kommentare zu diesem Text


 eiskimo (30.08.26, 09:09)
Dem möchte ich beschwingt zustimmen!
Habe hier in Frankreich gerade ein Fest "Traditionelle Musik" miterlebt (Dudelsack, Drehleier, Akkordeon...) - da wurde virtuos musiziert und mit Inbrunst getanzt, alte Volkstänze wie Bourrée oder Scottish. Un plaisir.
LG
Eiskimo

Kommentar geändert am 30.08.2026 um 09:12 Uhr
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