manchmal
gehen wir nicht fort.
wir werden nur
ein wenig weniger sichtbar.
lassen die stimmen
draußen vor der tür
und hören,
wie der tag
seine schuhe auszieht.
eine seite
wendet sich.
das papier weiß nichts
von gestern.
eine blume am fenster. das licht wandert über ihre blätter. wir schauen zu. mehr braucht es gerade nicht.
draußen fährt ein auto vorbei.
irgendwo fällt eine tür ins schloss.
der himmel verändert
kaum merklich
seine farbe.
und wir
werden stiller.
nicht auf einmal.
nicht aus einem grund,
den wir benennen könnten.
eher so,
wie licht aus einem zimmer wandert,
ohne dass jemand
die lampe berührt.
schritt für schritt
rückt die welt
ein wenig weiter weg.
bis wir wieder hören,
was unter all dem liegt:
unser atem.
das rascheln eines blattes.
die kleine, unaufdringliche tatsache,
dass wir da sind.
und für diesen augenblick
muss nichts
hinzukommen.